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Pressemitteilung BoxID: 689054 (Landschaftsverband Rheinland)
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Abschied nach 15 Jahren LVR

Dr. Arie Nabrings in den Ruhestand verabschiedet

(lifePR) (Pulheim-Brauweiler, ) Mit einem großen Festakt in der Abtei Brauweiler, zu dem etwa 150 geladene Gäste erschienen waren, wurde Dr. Arie Nabrings, seit 2007 Leiter des LVR-AFZ, Ende des vergangenen Jahres in den Ruhestand verabschiedet. Nabrings war insgesamt 15 Jahre lang beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) beschäftigt.

Der gebürtige Dortmunder Arie Nabrings studierte ab 1974 zunächst an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte auf Lehramt. In Münster promovierte er bei Karl Georg Faber mit einer Dissertation über die Kirchenpolitik des Rechtsphilosophen, Juristen und Politikers Friedrich Julius Stahl (1802–1861).

Danach entschied sich Arie Nabrings für die Laufbahn des höheren Archivdienstes und absolvierte ein Archivreferendariat im Land Nordrein-Westfalen. Danach er von 1985 bis 2002 in verschiedenen Funktionen bei der Stadt Viersen tätig, von 1985 bis 1992 zunächst als Stadtarchivar, seit 1992 als Fachbereichsleiter Schule, Kultur und Sport. Während seiner Viersener Zeit trat Nabrings als Verfasser diverser stadthistorischer Publikationen hervor.

Im Jahr 2003 wechselte Arie Nabrings zum LVR, wo er zunächst im LVR-Kulturdezernat das Amt des Fachbereichsleiters Kultur bekleidete. 2007 wurde er Leiter des damaligen Rheinischen Archiv- und Museumsamtes (seit 2008 LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum). In dieser Position gelang es ihm, während seiner zehnjährigen Amtszeit die Dienststelle nach innen wie nach außen neu zu positionieren und zukunftsfähig zu machen. Dabei plädierte Nabrings stets für eine breite, mehrdimensionale Sicht auf das Archivwesen.

Nabrings begreift die Archive heute ihrem Wesen nach vor allem als Kultureinrichtungen, die einen bedeutenden Teil der kulturellen Infrastruktur einer Region ausmachen und auch der Kulturvermittlung dienen. Dementsprechend hat er sich stets für die Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung der Archive – und damit für eine aktive archivische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit – eingesetzt und mit dieser Leitlinie die Arbeit des LVR-AFZ in den vergangenen zehn Jahren geprägt.

Unter seiner Leitung wurde die öffentliche Präsenz der Dienststelle innerhalb wie außerhalb der Fachwelt deutlich sichtbar gestärkt und weiterentwickelt. In fachlicher Hinsicht legte Nabrings die Akzente in der Archivberatung auf die zukunftsweisenden Themen Digitalisierung und elektronische Langzeitarchivierung, Aus- und Fortbildung sowie Bestandserhaltung, sorgte zugleich aber auch für die Vermittlung historisch-kultureller Inhalte, etwa mit der Einrichtung der Gedenkstätte, die über die nationalsozialistische Vergangenheit der ehemaligen Arbeitsanstalt Brauweiler informiert, oder der Initiierung einer Vortragsreihe im Archiv des LVR. Durch den noch unter seiner Ägide 2017 begonnenen Ausbau des LVR-Kultur- und Dienstleistungszentrums Abtei Brauweiler wird das kulturelle Profil der Dienststelle künftig weiter ausgebaut.

Landschaftsverband Rheinland

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet als Kommunalverband mit rund 19.000 Beschäftigten für die 9,6 Millionen Menschen im Rheinland. Mit seinen 41 Schulen, zehn Kliniken, 19 Museen und Kultureinrichtungen, drei Heilpädagogischen Netzen, vier Jugendhilfeeinrichtungen und dem Landesjugendamt erfüllt er Aufgaben, die rheinlandweit wahrgenommen werden. Der LVR ist Deutschlands größter Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen und engagiert sich für Inklusion in allen Lebensbereichen. "Qualität für Menschen" ist sein Leitgedanke.

Die 13 kreisfreien Städte und die zwölf Kreise im Rheinland sowie die StädteRegion Aachen sind die Mitgliedskörperschaften des LVR. In der Landschaftsversammlung Rheinland gestalten Politikerinnen und Politiker aus den rheinischen Kommunen die Arbeit des Verbandes.