Sonntag, 28. Mai 2017


  • Pressemitteilung BoxID 349592

Verdopplung Betriebsintegrierter Beschäftigungsplätze angestrebt

Weiterentwicklung der Übergänge zwischen Werkstätten und Arbeitsmarkt in Hessen

(lifePR) (Kassel, ) 600 derzeit bestehende Betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze für Menschen mit Behinderung sollen in den nächsten vier Jahren hessenweit auf mindestens 1.200 erweitert werden. Diese Arbeitsplätze werden durch die Werkstätten für behinderte Menschen in privaten und öffentlichen Unternehmen angeboten. Die Personen gehören weiterhin zur Werkstatt, werden von dieser begleitet und erhalten überdies eine Entlohnung durch das jeweilige Unternehmen. Zudem wird angestrebt, 75 Personen pro Jahr in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis auf dem freien Arbeitsmarkt zu vermit-teln.

Das sind die zentralen Ziele einer Rahmenvereinbarung, die jetzt vom Landeswohl-fahrtsverband (LWV) Hessen, von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen und den Verbänden privater Träger in Hessen unterzeichnet wurde. Die Verbände privater Träger umfassen den Kasseler Bund e.V., den Verband deutscher Alten- und Behin-dertenhilfe (VDAB), Landesverband Hessen, und den Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), Landesgruppe Hessen.

Bis Ende dieses Jahres wird mit allen Werkstatt-Trägern eine Zielvereinbarung über die anzustrebende Zahl von Praktika, Betriebsintegrierten Beschäftigungsplätzen und Vermittlungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt abgeschlossen. Um diese Ziele auch zu erreichen, wird der LWV Hessen die Personalkosten der Fachkräfte für berufliche Integration weiterhin als freiwillige Leistung finanzieren.

Die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V. begrüßt, dass die Rahmenziel-vereinbarung nach vielen Jahren der Verhandlung erarbeitet und unterzeichnet werden konnte. Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention fordert das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit und insbesondere die Möglichkeit, in einem offenen und integrativen Arbeitsmarkt ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Der Vorsit-zende der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e. V., Dr. Jürgen G. Richter, ist erfreut, dass hiermit ein weiterer Schritt in Richtung der Umsetzung der UN-Behinderten-rechtskonvention in Hessen erzielt werden konnte.

Der Erste Beigeordnete des LWV, Dr. Andreas Jürgens, erklärt: "Die Rahmenzielver-einbarung wird mehr Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermög-lichen. Damit werden Betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze ausgebaut und die Vermittlung in den freien Arbeitsmarkt weiter forciert."

Damit das gelingt, sollen die Werkstätten jährlich über ihre Erfahrungen und das Er-reichte berichten. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des LWV Hessen wird die Entwick-lung aufmerksam begleiten. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden zur Qualitäts-steigerung in die Arbeit der hessischen Werkstätten einfließen.

Diese Pressemitteilung steht kurz nach Erscheinen unter www.lwv-hessen.de auf der Startseite im Internet abrufbereit.

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