Mittwoch, 22. November 2017


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Hans Schmaus, Milch- & Käseexperte der LVBM, zur Frage: Wie kommt die Milch vom Bauernhof zum Kunden?

Der Expertentipp im November - Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch

München, (lifePR) - Die kurze Reise der Milch beginnt, wenn die Kuh, nennen wir sie Resi, sich zu ihren Kolleginnen in den Melkstand gesellt. In der Regel wird Resi morgens und abends gemolken und kann pro Tag zwischen 25 und 35 Liter Milch geben. Während die Landwirte früher das Melkzeug stets manuell ansetzten, werden heute auch zunehmend Melkroboter eingesetzt. Die Kühe können dadurch selbst entscheiden, wann und wie oft sie Milch geben möchten. Nach jedem Durchgang wartet eine kleine Belohnung in Form von Futter auf sie.

Nachdem Resi gemolken wurde, fließt die Rohmilch über Rohrleitungen direkt in einen Edelstahlbehälter in der Milchkammer, wo sie auf eine Temperatur von 4°- 6C abgekühlt wird. Das Kühlen verhindert, dass sich Keime vermehren können.

Im Ein- oder Zweitages-Rhythmus fährt ein Milchsammeltankwagen vor, der die Milch vom Bauernhof abholt und – unter Aufrechterhaltung der Kühlkette – zur Molkerei transportiert. Hier wird die Qualität der Milch kontrolliert. Danach wird sie in einem Rohmilchseparator in Rahm- oder Magermilch getrennt.

Je nachdem, ob Magermilch, fettarme Milch, Vollmilch oder Rahm produziert werden soll, werden die Milcharten dann wieder in einem bestimmten Verhältnis miteinander vermischt, bis der gewünschte Fettgehalt eingestellt ist.

Für Frischmilch wird die Milch pasteurisiert. Das heißt: Sie wird für 15 bis 30 Sekunden lang auf 72 bis 75 Grad erhitzt und anschließend sofort abgekühlt. Dies bewirkt, dass eventuell schädliche Keime abgetötet werden und eine ausreichende Mindesthaltbarkeit gewährleistet wird. Schließlich wird die Milch in Flaschen oder Kartonverpackungen gefüllt und auf Lastwagen verladen, die sie zu den Supermärkten bringen.

Übrigens: Das Thema Regionalität wird Verbrauchern immer wichtiger. So ist die regionale Selbstvermarktung auch für viele Bauern ein wichtiges Standbein geworden, beispielsweise durch eine Milchtankstelle. Das simple aber geniale System ermöglicht es frische Milch direkt aus dem Kühlautomaten beim Landwirt zu zapfen. Einen bayernweiten Milchtankstellen-Überblick finden Sie hier: http://bit.ly/2rBPuS1

Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e. V.

Seit 1956 setzt sich die LVBM für Qualität, Genuss und Erfolg der heimischen Milchprodukte ein und bietet ihren Mitgliedern - Verbänden von Erzeugern, verarbeitenden Betrieben, Handel und Verbrauchern - ein Dach für gemeinsamen Austausch. Sie bündelt die Interessen der Organisationen, die in der bayerischen Milchwirtschaft tätig sind, fördert den Absatz von Milcherzeugnissen, informiert Verbraucher und Multiplikatoren über Produkte, Rezepte und aktuelle Fragen der Ernährung. Den Vorsitz der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft hat seit Januar 2014 Günther Felßner inne. Dr. Maria Linderer ist Geschäftsführerin des Verbandes mit Sitz im "Haus der Milch" in München.

Die Milchwirtschaft ist ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft im Freistaat: circa 8,8 Mio. Tonnen Milch wurden 2016 an 81 Molkereien und Betriebsstätten angeliefert sowie verarbeitet. Über 30.000 milcherzeugende Betriebe existieren in Bayern.*

Mehr Informationen unter www.milchland-bayern.de

*Quellen: 2016: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft; Statistisches Bundesamt

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