Dienstag, 17. Juli 2018


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Brache oder bunte Wiese?

Jugendverbände brauchen guten Nährboden!

Potsdam, (lifePR) - Im Rahmen des Parlamentarischen Abends richtet der Landesjugendring Brandenburg e.V. seine Forderungen für die anstehenden Haushaltsverhandlungen an die Landespolitik. Zahlreiche Ehrenamtliche aus Jugendverbänden und kommunalen Jugendringen diskutierten dazu mit Verteter_innen der Landespolitik.

Unter dem Motto „Brache oder bunte Wiese? Jugendverbände brauchen guten Nährboden!“ erneuerte der Landesjugendring seine Forderung nach einer Erhöhung des Landesjugendplanes um 1,4 Millionen Euro. Dazu Vorstandssprecherin Silke Hansen: „Zwar wurden die Mittel für die außerschulische Jugendbildung 2016 erhöht, damit konnten jedoch nur zarte Pflänzchen gezogen werden. Zentrale finanzielle Problemlagen der Jugendverbandsarbeit bleiben ungelöst. 15 von 29 Jugendverbänden haben keine Personalstelle zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit. Um die Qualität ihrer pädagogischen Arbeit zu halten und modernen Standards zu entsprechen, ist eine Erhöhung der Tagessätze für die Jugendbildungsstätten notwendig. Eine gute und bezahlbare Bildungsarbeit ist vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Situation hochrelevant. Um diese weiterhin gewährleisten zu können, braucht es auch hier erhöhte Fördersätze.“

Außerdem diskutierten Jugendliche und Politiker_innen weitere Fragen, die junge Engagierte in Brandenburg bewegen: „Jugendverbände sind Orte der Demokratie und Vielfalt. Mit diesem Verständnis möchten wir auch in die Lebenswelt junger Menschen hineinwirken. Der Rechtsruck in der Gesellschaft erschwert dies zunehmend, setzt uns unter Druck und bereitet uns Sorge.“, so Niclas (DGB-Jugend Berlin-Brandenburg). Aber auch Lücken in der Förderung ehrenamtlichen Engagements oder die Mobilitäts-Infrastruktur wurden als Herausforderungen für die Jugend(verbands)arbeit genannt: „Ich möchte mich auch während meiner Ausbildung zu Tischler ehrenamtlich engagieren. Schwierig wird es aber, wenn mich das Geld kostet. Bei mir sind das Kosten für die weite Fahrt von Ausbildungsplatz nach Hause.“, erläuterte Jonas von der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg.

Seitens des Parlaments beteiligten sich Thomas Günther (SPD), Gerrit Große, Bettina Fortunato (Die Linke.), Kristy Augustin (CDU) und Marie-Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen). Die Landesregierung wurde durch Staatssekretär Dr. Thomas Drescher, Abteilungsleiter Volker-Gerd Westpfhal und Karsten Friedel (MBJS) vertreten.

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