Donnerstag, 16. August 2018


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Berliner Jugendverbände fordern die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements im Jugendverband als Kompetenznachweis in der Hochschule

22. Mitgliederversammlung des Landesjugendring Berlin e.V. tagte am 19.03.2011

Berlin, (lifePR) - Die Delegierten der 34 im Landesjugendring Berlin zusammengeschlossenen Jugendverbände fordern die Anerkennung einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Jugendverband als Nachweis sozialer und fachlicher Kompetenzen im Hochschulstudium. Dazu gehört beispielsweise die Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement als Praktikum oder dessen Anrechung auf die Regelstudienzeit. Der Landesjugendring wird diese Position bei der Anhörung des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung des Abgeordnetenhaus zur Novelle des Berliner Hochschulgesetzes am kommenden Mittwoch detailliert darlegen.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war das Thema "Jugend braucht FREI-Raum". FREI-Raum für Jugendliche sind Orte und Lebensbereiche, deren Zweck so wenig wie möglich von außen vorgegeben ist und die Jugendliche selbstbestimmt nutzen, gestalten und eigenverantwortlich organisieren können. Dies ist angesichts von Ganztagsschule, dem achtjährigen Gymnasium sowie Bachelor- und Masterstudiengängen immer weniger möglich. Nach einem Vortrag von Daniel Grein, Geschäftsführer des Deutschen Bundesjugendrings, hatten die Delegierten die Gelegenheit, mit den jugendpolitischen Sprecherinnen der Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90 / Die Grünen und die Linke im Abgeordnetenhaus ins Gespräch zu kommen. Die anwesenden Jugendlichen nutzen die Chance, Sandra Scheeres, Emine Demirbüken-Wegner, Clara Herrmann und Mari Weiß die Probleme in ihrem Lebens- und Verbandsalltag zu schildern, die durch die Einschränkung von Freiräumen entstehen, und politische Forderungen zur Verbesserung der Situation zu formulieren. Die Mitgliederversammlung verabschiedete schließlich einen Beschluss "Jugend braucht FREI-Raum" mit politischen Forderungen in den Bereichen Bildung, Identität, Arbeitswelt und Zivilgesellschaft.

Im Rahmen einer Nachwahl ist Susanne Braun von der DGB-Jugend in den Vorstand des Landesjugendrings gewählt worden.

Die Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie, Claudia Zinke, überbrachte den Delegierten der Mitgliederversammlung ein Grußwort, in dem sie die Bedeutung von Freiräumen für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen hervorhob. Auch unterstrich sie die Wichtigkeit der am Runden Tisch Jugend 2010 vereinbarten Maßnahmen zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements Jugendlicher. Sie begrüßte, dass das Thema am Runden Tisch Jugend 2011 mit einem Fokus auf Jugendliche mit Migrationshintergrund fortgeführt werde. Schließlich dankte sie dem Landesjugendring für die Koordinierung des Kinder- und Jugendwahlprojektes U18 zur Abgeordnetenhauswahl 2011.

Landesjugendring Berlin e.V

Der Landesjugendring Berlin e.V. ist der freiwillige Zusammenschluss von 34 Jugendverbänden im Land Berlin. Er stellt eine wichtige Plattform für Kinder und Jugendliche dar, die sich für ihre Rechte stark machen wollen. Er versteht sich sowohl als Interessensvertretung seiner Mitglieder als auch aller jungen Menschen in Berlin.

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