Donnerstag, 21. September 2017


Landesjägertag in Erding: Einstimmige Wiederwahl von BJV-Präsident Vocke

Feldkirchen, (lifePR) - Der Landesjägertag in Erding vom 16. bis 18. April zeichnete sich durch die große Geschlossenheit der bayerischen Jäger aus. Einstimmig wählten die über 600 Delegierten bei der Landesversammlung am Samstag ihren Präsidenten Prof. Dr. Jürgen Vocke für weitere vier Jahre ins Amt, und auch sein Präsidium bleibt unverändert. "Wir freuen uns, dass wir Bayerns Jäger in diesem schlagkräftigen Team weiterhin vertreten können", so Vocke. "Zu unseren vorrangigen Zielen zählt die enge Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern beim Erreichen ihrer waldbaulichen Ziele. Darüber hinaus werden wir auch unsere Naturschutzprojekte, zum Beispiel über unsere Wildland-Stiftung, vorantreiben."

Politischer Höhepunkt des Landesjägertags war der Sonntagvormittag, als unter anderem der Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, die Veranstaltung besuchte. Er bekannte sich klar zur Zusammenarbeit mit den Jägern: "Wir wollen die Jäger nicht ausgrenzen, sondern einbinden." In den vergangenen Monaten war es zu Spannungen gekommen, nachdem ein internes Arbeitspapier aus dem Ministerium mit Verunglimpfungen der Jäger zutage gekommen war. "Das ist nicht mein Stil, und das soll auch nicht der Stil unseres Hauses sein, solange ich die Führung habe", so Brunner deutlich. Er kündigte unter anderem eine gemeinschaftliche Weiterentwicklung der wichtigen Themen Vegetationsgutachten und Lebensraumgestaltung an. Wie schon bei einem Termin kürzlich in Landshut betonte Minister Brunner, dass als Grad für die Waldverjüngung das zählen müsse, was durchkommt.

Bundestagsabgeordneter Max Lehmer appellierte an den Minister, Wald und Wild in Betracht zu ziehen. Er rief Grundbesitzer und Jäger weiterhin zu einer guten, engen Zusammenarbeit auf. Landtagsabgeordneter Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, wandte sich mit der Forderung an die Vertreter der Landwirtschaft, einen engeren Schulterschluss mit der Jägerschaft zu suchen. "Unsere Gegner sitzen woanders", sagte er. Landtagsabgeordneter Thomas Dechant, Agrarexperte der FDP-Fraktion, lobte Staatsminister Helmut Brunner für seinen Einsatz im Zeichen der Jagd und forderte, den Grundsatz "Wald mit Wild" offen zu diskutieren, denn "das Motto 'Wald vor Wild' wird missbraucht."

Gunter Hahner, Vorsitzender des Bundes Deutscher Forstleute, Landesverband Bayern, plädierte für ein gutes Miteinander von Förstern und Jägern. Symbolisch überreichte er nach den oft harten Auseinandersetzungen der letzten Wochen eine "Friedenspfeife" und bekundete so sein aufrichtiges Gesprächsangebot.

Das Präsidium des BJV in der erneut bestätigten Zusammensetzung:

Präsident: Prof. Dr. Jürgen Vocke, einstimmig

Schriftliche Wahl der Vizepräsidenten

Von 684 möglichen Stimmen waren 617 anwesend, (jeder Kreisgruppe hat je nach Mitgliederzahl unterschiedlich viele Stimmen) davon erhielt

Dr. Günter Baumer: 507 Stimmen
Fürst zu Oettingen-Wallerstein: 413 Stimmen
Hr. Enno Piening: 411 Stimmen und
Hr. Manfred Weindl: 203 Stimmen

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