Montag, 27. Februar 2017


Feldkirchner Jagdrunde betont die Wichtigkeit von Ethik bei der Jagd: Wesentlicher Bestandteil ist die Achtung des Wildtieres

(lifePR) (Feldkirchen, ) Zum zweiten Mal hatte der Bayerische Jagdverband (BJV) zur "Feldkirchner Jagdrunde" eingeladen: Ging es beim letzten Gespräch Anfang 2009 um das Thema Klimaänderung und ihre Auswirkung auf Wald und Wild, so beschäftigten sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Jagd diesmal mit dem Thema Ethik in der Jagd. BJV-Präsident Prof. Dr. Jürgen Vocke betonte: "Die Jagd ist uns eine Herzensangelegenheit und Passion." Die Jagd sei ein Einsatz für die Gesellschaft. Dabei gelte es "Gottes Schöpfung zu bewahren und zu pflegen. Dies ist unser Auftrag." Zum Bewahren und Pflegen gehöre auch die Ernte.

Die Referenten waren sich einig: "Nur eine artgerechte und tierschutzgerechte Jagd mit dem Augenmerk auf Nachhaltigkeit ist eine erfolgreiche Jagd unter Beachtung von Ethik und waidgerechter Jagd", so Moderator und Jagdmaler Dr. Jörg Mangold. Wie Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Paul Müller von der Universität Trier (Fachbereich Biogeographie) wiesen alle Redner darauf hin, dass die Achtung des Wildtieres eine wesentliche Rolle spielen muss. Von Anbeginn habe der Mensch gejagt und ein wenig Jagd- und Beutetrieb stecke als Verhaltenserbe in jedem Menschen. Zu einer verantwortungsbewussten Jagd und zur Jagdkultur gehöre laut Müller Freude, Lust, Passion, die Notwendigkeit der Jagd, die Pflicht, die Vorbildlichkeit und auch die Auseinandersetzung mit allen Streitfeldern beim Thema Jagd. Paul Müller erklärte zudem: "Die Jäger müssen die Advokaten der Wildtiere sein und bleiben."

Die rechtliche Stellung der Tiere beleuchtete der Jurist Dr. Gero Kollmer. Seit der Änderung des Grundgesetzes 2002 sei nicht nur der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen darin verankert, sondern auch der Schutz der Tiere unter Beachtung von Ethik, Würde, dem Schutz vor Leiden und dem Schutz des Lebens und des Wohlergehens. Zum Schutz vor Leiden und Schmerzen gehöre laut Kollmer auch ein schnelles Töten durch einen sicheren Schuss. Etwas Mystik und Geschichte brachte der Völkerkundler Dr. Jean-Loup Rousselot vom Staatlichen Völkerkundemuseum in München ein. Bei den Indianern seien Riten und Geisterglauben wesentliche Bestandteile der Jagd. Dabei würden die Indianer das Tier würdigen, sich bei ihm entschuldigen und das Töten mit Begründungen rechtfertigen. Buchautor und Volkswirt Dieter Stahmann sorgte für den philosophischen Blickwinkel. Zur Waidgerechtigkeit gehöre die Jagd an sich und das gekonnte jagdliche Handeln unter Beachtung ethischer Grundwerte, wie die Achtung vor der Natur und dem Tier. "In der Würdigung des Wildtieres findet der Jäger seine Würde", so Stahmann. Ein waidgerechtes Handeln solle negative Auswüchse verhindern und Positives erreichen. Ein Zeitgeist, der sich vorrangig um Nutzen und Effizienz drehe, müsse "dort bekämpft werden, wo er die Menschlichkeit ausschließt."

Die Beiträge der Referenten und eine rege Diskussion erfüllte das Ziel der "Feldkirchner Jagdrunde", die der BJV in unregelmäßigen Abständen abhält: Man setzte sich erneut mit einem wichtigen Aspekt der Jagd auseinander. Dabei betonte BJV-Präsident Jürgen Vocke, dass die Jagd viel mehr sei als Trophäenkult und Wildbestandsregulierung. Jagd sei auch Kultur. "Eine verantwortungsvolle Jagdausübung sind wir den Wildtieren und unserem Selbstverständnis als Jäger schuldig. Tierschutz und jagdlicher Anstand sind unerlässlich", sagte Vocke, der auch darauf hinwies, dass die Jagd und die Jagdkultur ein Stück bayerischer Heimat sei.

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