Hessische Ärzte fordern Ausstieg aus der Atomenergie

Aus ärztlicher Sicht ist eine nukleare Katastrophe wie in Japan in Hessen nicht zu bewältigen

(lifePR) ( Bad Nauheim, )
Das hessische Ärzteparlament hat heute einen Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Kernkraftwerken gefordert. Und dies so rasch so rasch wie technisch möglich. Eine nukleare Katastrophe, wie man sie derzeit in Japan verfolgen müsse, sei in Hessen aus ärztlicher Sicht nicht zu bewältigen.

Die Delegierten stellten fest, dass die in Hessen vorgehaltenen Einrichtungen zur Diagnostik und Behandlung von Patienten mit strahlenden Stoffen und das dort arbeitende fachkundige Personal ausgelastet sind. Dies gelte auch für die wenigen Einrichtungen, die im Rahmen der Tumorbehandlung die spezielle Behandlung von Patienten mit zerstörtem Knochenmark fachgerecht durchführen können. "Durch Sparmaßnahmen in der Bewirtschaftung von Personal und Betriebsmitteln sind sogar Engpässe qualitativer und quantitativer Art zu verzeichnen", erklärte das Ärzteparlament.

Die stationäre Behandlung von Strahlenopfern bedinge Verweilzeiten, die die durchschnittliche Verweilzeit in Krankenanstalten um ein Vielfaches überstiegen und eine hohe Intensität ärztlicher und pflegerischer Maßnahmen. Ohne entsprechende Ressourcen würde daher eine größere Anzahl von Strahlenopfern zu erheblichen Engpässen führen.

Darüber hinaus unterstrichen die Ärztevertreter, dass die vorhandenen spezialisierten Messgeräte in den medizinischen Einrichtungen für den Nachweis anderer als der ursprünglich in der Medizin verwendeten Strahlung nicht oder nur sehr eingeschränkt verwendbar seien. Dies gelte in besonderem Maße für Alphastrahler (z.B. viele Plutoniumisotope).

Die Erfahrungen von "Tschernobyl" hätten gezeigt, dass die Ausrüstung anderer Stellen, z. B von Umweltschutzbehörden der Länder, ABC-Schutzzug der Feuerwehr, nicht nur nicht zur Substitution herangezogen werden konnten. Vielmehr müssten solche Dienststellen zur Erfüllung ihrer Aufgaben aus quantitativen und/oder qualitativen Gründen auf universitäre Einrichtungen zurückgreifen.
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