"Alt werden will jeder, alt sein will keiner!"

10. KWA Symposium diskutiert am 9. Juni 2011 in Berlin mit Politik, Wirtschaft, Praxis, Kunst und Kultur über die Bedeutung von Altersbildern in der Gesellschaft

(lifePR) ( Unterhaching/Berlin, )
Der 6. Altenbericht der Bundesregierung, der zum Jahresende 2010 von namhaften Wissenschaftlern vorgelegt wurde, hat es auf den Punkt gebracht: Mit den althergebrachten Vorstellungen vom Alter und Altern wird die Gesellschaft den demografischen Veränderungen nicht mehr gerecht. "Wir brauchen ein deutlich differenziertes Altersbild, das sich an den Bedarfen und Bedürfnissen der neuen Generation der Älteren, den Super-Grannys, Silversurfern und Goldenagern, orientiert", fordert auch Dr. Stefan Arend, Vorstand von KWA Kuratorium Wohnen im Alter, und lädt daher Vertreter aus Politik Wissenschaft, Praxis, Kunst und Kultur ein, am 9. Juni 2011 im Rahmen des 10. KWA Symposiums gemeinsam zu diskutieren, wie ein neues Bild vom Alter(n) aussehen könnte.

"Ein neues Altersbild muss berücksichtigen, dass sich heute Damen im Rentenalter als Aupair oder Grand-Mère bewerben, ältere Semester mit InterRail durch Europa reisen oder ein 88-jähriger Bewohner des KWA Stift Rupertihof mit dem Gleitschirm vom Wallberg ins Tal fliegt", so Arend. Aber man müsse auch bedenken, dass die Zahl der Menschen, die im Alter auf Unterstützung und Pflege angewiesen sind, kontinuierlich steige. Und auch die Zahl der von einer Demenz Betroffenen nehme zu. "Das ist auch eine Herausforderung in einer Gesellschaft des langen Lebens!"

"Wir sind aufgefordert, die vielfältigen Gesichter des Alters zu erkennen, Stereotypen hinter uns zu lassen und die Gestaltungsaufgabe Altern anzunehmen", bestätigt Prof. Dr. Thomas Klie von der Evangelischen Hochschule Freiburg im Breisgau, der im vergangenen Jahr einer der Autoren des 6. Altenberichts der Bundesregierung war und die umfassenden Arbeiten inhaltlich begleitet hat. "Altersbilder sind häufig ambivalent, denn: Alt werden will jeder, alt sein will keiner."

Neben dem Gerontologen werden auch Josef Hecken, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Oda Scheibelhuber, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, im Rahmen des 10. KWA-Symposiums zu dieser gesellschaftlichen Aufgabe Stellung nehmen. Auf die Eröffnung der Fotoausstellung "Bilder vom Alter" von Werner Krüper folgen außerdem Vorträge des Architekten Eckhard Feddersen und des Regisseurs des prämierten Filmes "Herbstgold", Jan Tenhaven - beide setzen sich in ihrer täglichen Arbeit immer wieder mit den vielfältigen Aspekten des neuen Alter(s)ns auseinander und werden ihre Erfahrungen in die Diskussion einbringen.

"Die gestiegene Lebenserwartung eröffnet völlig neue Perspektiven für das Leben jenseits der alten Ruhestandsgrenzen", führt Horst Schmieder, Vorstand von KWA Kuratorium Wohnen im Alter, aus. "Das KWA Symposium will daher aufzeigen, wie groß die Bandbreite der individuellen Sichtweisen auf das Alter, Altern und ältere Menschen wirklich sein kann.

Wir freuen uns, dass wir hierzu am 9. Juni mit renommierten Experten in den Dialog treten können."

10. KWA Symposium "Bilder vom Alter"

Datum: 9. Juni 2011
Zeit: 10.00 bis 17.00 Uhr
Ort: KWA Stift im Hohenzollernpark
Fritz-Wildung-Str. 22
14199 Berlin

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie unter: http://www.kwa.de/php_dateien/aktuelles.php

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

KWA Symposium

Das KWA Symposium findet dieses Jahr bereits zum zehnten Mal statt und hat sich mittlerweile als zentrale Expertenplattform für aktuelle Themen rund um die Altenpflege etabliert. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie (DGGG) greifen die Symposien aktuelle, fachliche und rechtliche Fragen der Altenhilfe und Pflege auf und leisten so einen Beitrag zu einem Theorie-Praxis-Diskurs in diesen Bereichen.
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