"Denn es ist uns ein Kind geboren"

Bewegende Aufführung von Händels "Der Messias" unter der Leitung von Henning Rabe

(lifePR) ( Timmendorfer Strand, )
Das Oratorium „Der Messias“ ist wohl Händels bekannteste Komposition. Es beginnt mit den Worten „Sei getröstet, mein Volk“, aber eigentlich wollte sich der Komponist selbst trösten, denn er war gerade von den Folgen eines sehr schweren Schlaganfalls genesen. Über die Entstehung dieses Werkes hat Stefan Zweig in seinen berühmten „Sternstunden der Menschheit“ so ergreifend geschrieben.

Am 8. Dezember führte Henning Rabe mit seinem Ostholsteiner Kammerchor und Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Lübeck dieses Oratorium in der St. Paulus Kirche zu Timmendorfer Strand auf. Namhafte Solisten standen ihm zur Seite: Regine Adam (Sopran), Christa Bonhof (Alt), Dantes Diwiak (Tenor) und Christfried Biebrach (Bass). Händel gliederte sein Werk in drei Teile: der erste Teil umfasst die „Verheißung des Messias und die Weihnachtsgeschichte“. Im zweiten Teil werden „Passion und Auferstehung“ besungen. Der dritte Teil stellt eine Danksagung an den Messias für die Überwindung des Todes dar. Es ist für uns heute unvorstellbar, dass Händels „Der Messias“ nach seiner Uraufführung 1742 in Dublin erst Jahre später beim Londoner Publikum Anklang fand. Ein Oratorium aus Bibelzitaten als Abendunterhaltung, das ging damals gar nicht! Das War Blasphemie. Wunderbar, dass wir das heute anders sehen.

Ich will es gleich vorwegnehmen: die Aufführung unter Henning Rabe war beglückend, und so empfand es nicht nur der Rezensor, sondern das gesamte Publikum. Höhepunkte waren sicherlich die groß angelegten Chornummern. Mit Begeisterung sang der Ostholsteiner Kammerchor die z. T. polyphon angelegten und technisch anspruchsvollen Chorstücke. Erstaunlich seine klangliche und stilistische Sicherheit und seine Intonationsgenauigkeit. Ebenso die vier Solisten, allen voran der Tenor Dantes Diwiak. Mit guter Artikulation und Diktion entfaltete sich seine angenehm timbrierte Stimme. Ähnlich die Sopranistin Regina Adam. Mit silberzarter Stimme und sicheren Koloraturen agierte sie präzise. Ihre Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet“ ging zu Herzen. Auch die Altistin Christa Bonhof bestach mit weicher, klangschöner Stimme. Immer zuverlässig ist der Bassist Christfried Biebrach. Er verfügt über eine geschmeidige Stimme mit gutem Volumen und wunderbarer Tiefe. Am eindrucksvollsten sang er die Arie „Sie schallt, die Posaune“, großartig von Joachim Pfeiffer auf der Barock-Trompete untermalt. Alle Rezitative wurden famos durch die Continuo-Gruppe um Hans-Christian Schwarz (Cello), Tino Steffen (Kontrabass) und Ernst-Erich Stender (Orgel) begleitet.

Das Lübecker Orchester ist immer ein verlässlicher Partner. Die Streicher waren permanent gefordert und sicher, die Bläsergruppe und der Paukist mit vertrautem Einsatz. Über allen Henning Rabe mit sicherem Schlag und genauen Einsätzen – alles nahezu auswendig dirigiert. Bravo!

Ein ganz besonderer Dank an alle Mitwirkenden. Das Publikum in der vollbesetzten Kirche spendete lange Beifall.
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