Dienstag, 21. November 2017


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Weltkindertag: Chancengleichheit erfordert auch gutes Sehen

Weltweit leidet jedes dritte Kind unter einer unkorrigierten Sehschwäche

Berlin, (lifePR) - "Chancen für Kinder" - so lautet das Motto des diesjährigen Weltkindertages am 20. September. Im Mittelpunkt steht die Chancengleichheit für Kinder im Bildungssystem. Dass gutes Sehen und gutes Lernen zusammenhängen, haben zahlreiche Studien gezeigt. Dennoch: Allein in Deutschland leiden nach Schätzungen des Kuratorium Gutes Sehen (KGS) 20 Prozent der Kinder an unentdeckten Sehschwächen, weltweit ist sogar jedes dritte Kind betroffen. Die KGS-Experten erklären, auf welche Anzeichen Eltern achten sollten.

Gutes Sehen als Voraussetzung für Lernerfolg

80 Prozent dessen, was Kinder lernen, erfahren sie über die Augen. Umkehrschluss: Funktionieren die Sehorgane nicht einwandfrei, fällt auch das Lernen schwer. Schlimmstenfalls bleiben die Kinder in ihrer Entwicklung zurück. So hat eine Untersuchung österreichischer Wissenschaftler ergeben, dass Kinder mit Sehproblemen 30 Prozent mehr Zeit zum Lesen brauchen und häufiger Fehler machen als ihre Mitschüler. Brasilianische Forscher kamen zu dem Schluss, dass Kinder mit eingeschränkter Sehkraft ein dreimal höheres Risiko haben, eine Klassenstufe wiederholen zu müssen.

Eltern: Lieber zweimal hinsehen

"Wenn das Kind mit der Nase am Buch klebt, beim Malen und Puzzeln schnell ermüdet oder die Lust am Lesen und Basteln verliert, können das Hinweise für eine Sehschwäche sein", erklärt Dr. Wolfgang Wesemann von der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln. Auch Ungeschicklichkeit ("Tollpatschigkeit"), übertriebene Ängstlichkeit oder koordinative Probleme, etwa beim Bälle fangen, sollten Eltern aufmerken lassen. Schielt das Kind, kneift es die Augen ständig zusammen oder ist die Haltung des Kopfes schief, sind das recht eindeutige Hinweise darauf, dass das Kind nicht gut sehen kann.

Chancengleichheit durch gutes Sehen

Chinesische Studien zeigen, dass sich die Schulleistungen von fehlsichtigen Kindern signifikant verbesserten, nachdem sie mit Brille oder Kontaktlinsen korrigiert wurden. Die Sehhilfe hatte dabei sogar einen größeren Einfluss auf die Lernleistung als andere Faktoren wie kleinere Klassen oder zusätzliche Lehrer.

Tipp: Eltern, die befürchten, dass ihr Kind nicht ausreichend sieht, sollten einen Termin beim Augenarzt machen. Dieser prüft, ob die Augen gesund sind und stellt gegebenenfalls ein Rezept für Brille oder Kontaktlinsen aus.

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