Sonntag, 19. November 2017


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2. KWF-Thementage schließen erfolgreich

Mehr als 2000 Fachbesucher interessierten die Live-Vorführungen zur Bewirtschaftung nasser Waldstandorte

Groß-Umstadt, (lifePR) - Am 2. Oktober gingen in Schuenhagen die zweiten Thementage des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) zu Ende. Mehr als 2000 Besucher aus dem In- und Ausland informierten sich an zwei Tagen über das Thema "Umweltgerechte Bewirtschaftung nasser Waldstandorte". An dreizehn Punkten wurden auf einem Geländeparcours Arbeitsverfahren praktisch demonstriert und Fragen der Holzernte, des Waldbaus, des Naturschutzes sowie der Arbeitssicherheit intensiv diskutiert.

Neben Arbeitsverfahren, die erprobt sind, und für die es bereits Erfahrungen und gesicherte Leistungs- und Kosteninformationen gibt, erregte der Prototyp eines Flachlandseilkrans besondere Aufmerksamkeit. Die an der TU Dresden entwickelte Maschine war zum ersten Mal überhaupt in Aktion zu sehen. Zusammen mit einem künstlichen Endmast ermöglicht ein 15 m hoher Hauptmast - ohne einen Sattel - eine Trassenlänge von 400 m. Am Tragseil hängt ein neu konstruierter Laufwagen. Er trägt Kurzhölzer im Bündel aus dem Bestand. In Kombination mit dem - ebenfalls als Prototyp vorgestellten - Portalharvester ist ein Seiltrassen-Abstand von 50 Metern möglich. Er konnte allerdings noch nicht bei der Arbeit gezeigt werden.

Die neutral präsentierten Arbeitsverfahren wurden durch mehr als 30 Aussteller ergänzt. Sie führten ihre - zum Thema passenden - Produkte vor. Dabei stießen Forstmaschinen, die für den Einsatz auf nassen Waldstandorten mit speziellen Bändern, angepasster Bereifung oder neuartigen Laufwerken ausgestattet waren, auf besonderes Interesse.

Die Fachforen zu den Themen "Nasse Waldstandorte - Handlungsoptionen im Spannungsfeld Waldbau/ Naturschutz/ Ökonomie" und "Nasse Waldstandorte - Holzernte mit hohem Risiko!" erfreuten sich reger Beteiligung. An beiden Nachmittagen fanden interessante Diskussionen und intensiver fachlicher Austausch statt.

Der Stellvertretende KWF-Vorsitzende, Robert Morigl freute sich abschließend sehr, "dass es dem KWF in Zusammenarbeit mit der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern - insbesondere dem Forstamt Schuenhagen - und Vorführern aus allen Bundesländern gelungen ist, die ideale Plattform für den fachlichen Erfahrungsaustausch zur Holzernte auf nassen Waldstandorten zu schaffen. Dabei sind wir auch Fragen des Naturschutzes und der Ökonomie nicht aus dem Weg gegangen, sondern haben diese kontrovers diskutiert.".

Das KWF wird das Format der Thementage fortführen - neues Fokusthema, Ort oder Zeitraum stehen allerdings noch nicht fest.

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