Sonntag, 25. Februar 2018


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2. KWF-Thementage eröffnen als Treffpunkt für Forstwirtschaft und Naturschutz

Morigl: "Auf solch schwierigen, nassen Standorten sind nicht nur technische und technologische Fragen zu lösen."

Groß-Umstadt, (lifePR) - Am Morgen des 1. Oktober eröffneten der Vorstand von Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, Sven Blomeyer, und der Stellvertretende Vorsitzende des Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), Robert Morigl, im Beisein von Abteilungsleiter Clemens Neumann aus dem BMELV und dem Präsidenten des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, die 2. KWF-Thementage. Zwei Tage lang werden in Schuenhagen praktische Demonstrationen, Firmenpräsentationen, Fachforen und Diskussionsrunden zur umweltgerechten Holzernte auf nassen Waldstandorten geboten.

Zur Begrüßung freute sich Blomeyer, dass das KWF mit dieser Veranstaltung von bundesweiter Bedeutung den Weg nach Mecklenburg-Vorpommern gefunden hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesforsten könnten so ihre Erfahrungen mit dem Bewirtschaften nasser Standorte einbringen und einem breiten Fachpublikum zeigen. Er betonte: "Nur durch die Kommunikation der Herausforderungen und den Erfahrungsaustausch über Lösungsansätze kann es uns gelingen, dauerhaft die Akzeptanz für die Forstwirtschaft zu sichern und die forstliche Nachhaltigkeit in ihrer ganzen Breite - unter Beachtung gesellschaftlicher Entwicklungen - weiter auszugestalten."

Morigl lud die Gäste auf den umfangreichen Geländeparcours - mit einer Vielzahl von Verfahren und verfügbarer Technologien für diese schwierigen Bestandesverhältnisse - ein. Er wies aber auch auf den zweiten wichtigen Aspekt der KWF-Thementage hin: "Auf solch schwierigen Standorten sind nicht nur technische und technologische Fragen zu lösen. Häufig sieht sich der Waldeigentümer erst einmal mit den Anliegen und Auflagen des Wasser- und Naturschutzes konfrontiert. Und schließlich soll am Ende unter dem Strich auch noch etwas übrig bleiben." Da sich für so manchen Waldeigentümer dann die ganz grundsätzliche Frage stellt, ob sich auf derart vernässenden Standorten eine Bewirtschaftung überhaupt lohnt, versprach Morigl: "Wir machen auch um diese Fragestellungen keinen Bogen. An Informationsständen und in Fachforen greifen wir sie auf, und ich freue mich auf angeregt und durchaus auch kontroverse Diskussionen!".

Rund 2000 Besucher aus dem In- und Ausland werden bei den 2. KWF-Thementagen am 1. und 2. Oktober im Bereich des Forstamtes Schuenhagen erwartet. Die 1. KWF-Thementage fanden im September 2010 statt. 1500 Fachbesucher kamen dafür ins rheinland-pfälzische Dierdorf.

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