Freitag, 15. Dezember 2017


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Kunsthaus Zürich präsentiert Jahresprogramm 2018

Zürich, (lifePR) - Thematische Ausstellungen zur französischen Malerei und zur Mode, zu Robert Delaunay und Paris sowie eine Retrospektive des Schaffens von Oskar Kokoschka: das Kunsthaus Zürich präsentiert 2018 sechs Projekte quer durch die Kunstgeschichte und schafft Raum für grosse Installationen in seiner Sammlung.

GEFEIERT UND VERSPOTTET. FRANZÖSISCHE MALEREI 1820–1880.
Bis zum 28. Januar ist das vielfältige Panorama der französischen Malerei im 19. Jahrhundert zu sehen. Romantik, Realismus, Naturalismus, Freilichtmalerei, Impressionismus: Künstler dieser Stilrichtungen, zu denen Géricault, Delacroix, Corot, Daumier, Millet, Courbet, Manet, Sisley, Monet und Renoir zählen, verliessen damals den offiziellen «Hauptweg» der Malerei, die akademisch-klassizistische Manier. Zu ihrer Zeit höchst umstritten, gehören diese Künstler heute zu den weltweit gefeierten «Wegbereitern der Moderne». Die französische Malerei des 19. Jahrhunderts bietet allerdings eine Vielzahl anderer, ebenso wichtiger Künstler, die damals bei Kunstkritik und Publikum das grössere Ansehen genossen und hochgefeiert wurden. Obschon der traditionellen Malweise verpflichtet, waren Künstler wie Couture, Meissonier, Gérôme u.a. teilweise selbst höchst innovativ.

ABRAHAM CRUZVILLEGAS 16.2. – 25.3.18
Zum ersten Mal in der Schweiz: Der mexikanische Künstler Abraham Cruzvillegas (*1968). In seinen Skulpturen und raumfassenden Installationen untersucht er Architektur als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Seine Werke sind von einer Idee des ständigen Werdens geprägt. Improvisation, das Arbeiten mit vorgefundenen Materialien und der Austausch mit Menschen vor Ort spielen eine entscheidende Rolle. Cruzvillegas verwandelt den Ausstellungssaal in eine Werkstatt, in der im Laufe der Ausstellung neue Arbeiten entstehen und verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Am Ende fügen sich die neu entstandenen Werke zu einer Gesamtinstallation zusammen. Der für Cruzvillegas' Werk zentrale Gedanke des dynamischen Prozesses wird so auf das Ausstellungsformat selber übertragen.

MAGRITTE, DIETRICH, VALLOTTON. VISIONÄRE SACHLICHKEIT 9.3. – 8.7.18
Die Entwicklung der abstrakten Kunst war ein zentraler Prozess der Kunst der Moderne. Aber auch Künstlerinnen und Künstler, die sich an den Stilmitteln der gegenständlichen Kunst orientierten, prägten die Moderne wesentlich mit. Dies wird anhand meisterhafter und zum Teil selten gezeigter Werke der Sammlung des Kunsthauses deutlich. Im späten 19. Jahrhundert erfasste Félix Vallotton die sichtbare Welt fast altmeisterlich präzis – legte aber mit psychologischer Schärfe zugleich ihre Brüchigkeit frei. Gleichzeitig schilderte der «naive» Autodidakt Henri Rousseau fein säuberlich visionäre Bildwelten der Imagination. In der Ausstellung ebenfalls vertreten sind die späteren «Naiven» André Bauchant, Camille Bombois, Élie Lascaux und Grandma Moses. Nach dem Ersten Weltkrieg gewann die gegenständliche Schilderung der Welt in der sogenannten Neuen Sachlichkeit (Niklaus Stoecklin, Adolf Dietrich) neuen Raum. Und bediente sich nicht sogar der Surrealismus (René Magritte, Salvador Dalí) bei seiner Darstellung unbewusster Inhalte der Mittel gegenständlicher Kunst?

FASHION DRIVE. EXTREME MODE IN DER KUNST 20.4. – 15.7.18
Wie haben Künstler auf extreme Erscheinungen wie Schlitzmode, die Schamkapsel, die Krinoline oder den Smoking reagiert? Die Ausstellung betrachtet 500 Jahre Modegeschichte im Spiegel der Kunst. Es stehen Kippmomente im Fokus, in denen die Mode extrem, schrill, laut, getarnt und verpönt ist. Heute fördern Globalisierung und Homogenisierung eine «Fast Fashion». Dagegen strebt die exklusiv im Kunsthaus stattfindende, in Koproduktion mit den Festspielen Zürich realisierte Ausstellung eine kritische und sinnliche Betrachtung von Kleidung in der Kunst an: Bedeutende Momente der Modegeschichte vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart in Malerei, Zeichnung, Plastik, Installation, Fotografie und Film. Mit 50 Künstlern, darunter Joseph Beuys, Giovanni Boldini, Leigh Bowery, Daniele Buetti, Salvador Dalí, Honoré Daumier, Albrecht Dürer, Esther Eppstein, Sylvie Fleury, Emilie Flöge & Gustav Klimt, Natalja Gontscharowa, K8 Hardy, Herlinde Koelbl, Peter Lindbergh, Manon, Malcolm McLaren & Vivienne Westwood, Mai-Thu Perret, Tula Roy und Christoph Wirsing, Wolfgang Tillmans, Félix Vallotton und Andy Warhol –  und mit einer Fashion-Party am 5. Mai!

ROBERT DELAUNAY UND PARIS 31.8. – 18.11.18
Mit dieser umfangreichsten Präsentation in der Schweiz wird Robert Delaunay (1885–1941) gewürdigt, einer der bedeutendsten Wegbereiter in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts. Die visuell äusserst attraktive Ausstellung gibt dem Publikum Gelegenheit, das breite Spektrum und den vorausweisenden Charakter von Delaunays Werk zu erleben – indem sie sich mit dessen zentralen Themen auseinandersetzt: Licht, Farbe und der malerische Ausdruck eines als bewusste Tätigkeit verstandenen Sehprozesses. Das Publikum erfährt, wie der leidenschaftliche Verfechter und Vertreter der abstrakten Kunst zu einer zentralen Figur der Pariser Avantgarde wurde. Anhand von 80 Gemälden und Arbeiten auf Papier wird deutlich, wie entscheidend der Ansporn und Einfluss war, den Paris auf Delaunays Bildvokabular und seine malerischen Experimente ausübte. Fotografien und Filme von Zeitgenossen, die sich ebenfalls von der französischen Metropole inspirieren liessen, ergänzen die Ausstellung.

OSKAR KOKOSCHKA: EINE RETROSPEKTIVE 14.12.18 – 10.3.19
Oskar Kokoschka (1886–1980) zählt heute zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Im von zwei Weltkriegen erschütterten Europa, wo realistische Kunst in Verruf geraten war, setzte sich Kokoschka unerschrocken für die Anerkennung der figurativen Kunst ein. Zeitlebens hielt er an der integralen Kraft einer Kunst jenseits von Staatspropaganda fest, was sich in seinem gesamten Werk niederschlägt. Die Retrospektive umfasst sämtliche von Kokoschka verwendete Techniken wie Ölmalerei, Pastell, Zeichnung, Aquarell, Druckgrafik sowie Theaterstücke und Kostümentwürfe. Die letzte Retrospektive in der Schweiz zu Kokoschka fand 1986 am Kunsthaus Zürich statt. Es ist an der Zeit, die spektakulären Originale dieses expressiven Malers mit dem unverkennbaren Pinselstrich sowohl einer jüngeren Generation wie auch langjährigen Bewunderern wieder näherzubringen.

HIGHLIGHTS VOM 13. – 21. JAHRHUNDERT: PRÄSENT UND IN BEWEGUNG
Von seiner Struktur her ein Museum und eine Kunsthalle zugleich, beherbergt das Kunsthaus eine bedeutende Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Installationen – Werke der westlichen Kunst vom 13. Jahrhundert bis heute. Gut 350 der rund 5‘000 Werke  sind dauerhaft ausgestellt.

Das plastische und malerische Werk Alberto Giacomettis kann nirgends besser als im Kunsthaus Zürich studiert werden. Zudem zeigt das Kunsthaus die grösste Sammlung an Gemälden von Edvard Munch ausserhalb Norwegens. Die französische Malerei gipfelt in drei monumentalen Seerosen-Werken von Claude Monet. Dada, in Zürich gegründet, und die geometrisch-konstruktive Kunst der «Zürcher Konkreten» – Glarner, Bill, Lohse – stehen mit internationalen Bewegungen auf Augenhöhe. Die New York School der Nachkriegszeit ist ebenso vertreten wie die europäische und die amerikanische Pop Art. Für den malerisch expressiven Aufbruch der 1980er-Jahre stehen Georg Baselitz, Anselm Kiefer und Sigmar Polke. Ab Juli 2018 wird dieser Bereich temporär mit grossen Installationen u.a. von Bruce Nauman bespielt. Fotografie, Video und Installationen führen bis ins 21. Jahrhundert, unter anderem von Jeff Wall, Pipilotti Rist und Peter Fischli/David Weiss.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Auf www.kunsthaus.ch kann das Programm heruntergeladen werden. Ab
5. Oktober sind die Broschüren auch im Museum erhältlich. Auf Facebook, im elektronischen Newsletter und in der Online-Agenda findet der Besucher zudem viele aktuelle Ereignisse.

Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, CH–8001 Zürich
Tel. +41 (0)44 253 84 84, www.kunsthaus.ch
Fr–So/Di 10–18 Uhr, Mi/Do 10–20 Uhr. Feiertage: siehe www.kunsthaus.ch

Eintritt Sammlung inkl. Audioguide d/e/f/i: CHF 16.–/11.– reduziert und Gruppen. Eintritt Ausstellungen: bis CHF 23.– /18.– reduziert und Gruppen.
Kombi-Tickets Sammlung und Ausstellung 26.–/19.–. Bis 16 Jahre Eintritt frei.
Gratis-Eintritt, Rabatte und weitere Leistungen mit Jahresmitgliedschaft 2018: Erwachsene CHF 115.– / Paare CHF 195.–  / Jugendliche bis 25 Jahre CHF 30.–.

Vorverkauf: SBB RailAway-Kombi. Ermässigung auf Anreise und Eintritt: am Bahnhof oder beim Rail Service 0900 300 300 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz), www.sbb.ch/kunsthaus-zuerich.
Zürich Tourismus: Hotelzimmer-Buchung und Ticketverkauf, Tourist Service im Hauptbahnhof, Tel. +41 44 215 40 00, information@zuerich.com, www.zuerich.com.

 

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