Mittwoch, 15. August 2018


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Im Kunsthaus Zürich läuft die Sommerwerkstatt «Deftig Barock»

Zürich, (lifePR) - Workshops, Führungen, Exkursionen und Gespräche unter dem Motto «Deftig Barock», dem Titel der aktuellen Ausstellung, haben regen Zulauf. Sound-Designer, Confiseure, der Sternekoch Antonio Colaianni und Barocktänzer Bernhard Gertsch rühren mit Jung und Alt im Kochtopf der Kunst. Neben dem Sachverstand der Kunstvermittlerinnen ist die Kreativität und Spontaneität aller Teilnehmer gefragt. Lebensnah und unverkrampft rankt sich das Programm um Kunst aus dem 17. Jahrhundert und von heute. Jetzt anmelden!

Bis zum 2. September entdeckt man im Kunsthaus Zürich die pralle Kunstwelt hautnah. Die Reise führt von der Gegenwart zurück ins 17. Jahrhundert. Schon damals hatten die Menschen Lust, wilde Geschichten auf Leinwand zu malen. Aber wer denkt sich heute diese ungewohnten Plastiken, Fotos und Videos aus? Die von Kunstvermittlerin Madeleine Witzig verantwortete Sommerwerkstatt bietet über 60 Themen und Veranstaltungen - für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, für Familien, Schulen und Gruppen mit besonderen Bedürfnissen.

TEMPERAMENTVOLL UND LEBENSNAH

Im Workshop «Barock bis Rock» bringen alle Generationen akustische Eindrücke schwungvoll zu Papier. Andernorts wirkt Sound-Designer Pius Morger an einer Klanginstallation mit, die an der Langen Nacht der Zürcher Museen am 1. September der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Schon am 6. Juli spricht Barocktänzer Bernhard Gertsch über Gestik und Körperhaltung auf barocken Gemälden: Barocke Darstellung zwischen edlem contrapposto und grotesker Geste.

Und am 7. Juli lernen die Teilnehmer beim Confiseur Ivo Jud, dass süsse Träumereien damals wie heute in Marzipan entstehen können. Im August holt Sternekoch Antonio Colaianni die Kunsthungrigen von der Hightech-Küche in die Ära der Holzöfen zurück.

Die derbe Fratze des Barock fördert ein Besuch bei Michael Geiges, Dermatologe und Medizinhistoriker in der Moulagen-Sammlung der Universität Zürich zutage. Denn Verletzungen, brutale Gewaltdarstellungen oder die Nachbildung schwerer Hautkrankheiten lösen Angst-Lust, Schauder, Faszination oder Abscheu aus. Modenschauen, lebendige Gemälde, kleine Filme, Plastiken und vieles mehr können von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen noch bis zum 2. September auf die Beine gestellt werden.

PROGRAMM UND ANMELDUNG

Alle Angebote dieser Zeitreise von der Kunst des 17. Jahrhunderts bis in die Gegenwart sind online aufgeschaltet und können als Programmheft im Kunsthaus bezogen oder telefonisch bestellt werden. Anmeldungen werden unter Tel. 044 253 84 84 entgegengenommen oder per E-Mail unter kunstvermittlung@kunsthaus.ch. Die Teilnahmegebühren liegen zwischen CHF 10.- für einen zweistündigen Atelierbesuch und CHF 240.- für einen mehrteiligen Block.

Unterstützt von der Vontobel-Stiftung.

Bildlegende:
Nathalie Djurberg
I Found Myself Alone, 2008
Lehm-Animation, Video, Musik von Hans Berg
Courtesy of the artists; Giò Marconi, Milan; Zach Feuer, New York
© Nathalie Djurberg and Hans Berg

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