Freitag, 15. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 678373

linear: GÆG (Global Aesthetic Genetics) erklärt das Projekt linear nach dreiwöchiger Performance für erfolgreich beendet

Über Hunderte von Meilen wurde mit einem überdimensionierten Kugelschreiber eine rechteckige Fläche umrissen / Diese wird von dem Künstlerkollektiv GÆG nun als "Freies Territorium" deklariert

Ansbach, (lifePR) - “In allen Epochen gab es rücksichtslose Landnahmen: aggressive, schleichende, versehentliche, kurzfristige – nie aber immerwährende“, so Thomas Huber. “Territorialverhalten ist animalisch, liegt also auch in der Natur des Homo sapiens.“

GÆG allerdings sieht das Rechteck, bildnerisches Ergebnis der Aktion linear, weniger als geografisches Gebilde denn als Wirkungsbereich, wie ihn auch Banken oder Energiekonzerne beanspruchen.

“Staatlichkeit ist doch von gestern!“, so Wolfgang Aichner. “Bereits während der Linienziehung ereilten uns freudige Zustimmungsbekundungen aus vielen Teilen der Welt. Diese nimmt GÆG als Ansporn und Auftrag, die geoökonomische Ordnung neu zu definieren.“

So virtuell wie fantasielos Grenzziehungen auch sein mögen, so fasziniert ist man davon, komplexe Räume in hart getrennte Teilbereiche zu zerstückeln und damit kontrollierbar zu machen. Mit quasi göttlicher Hand unternimmt Global Aesthetic Genetics hiermit den Versuch, uneigennützig neue Konstrukte einer Weltordnung nicht nur zu initiieren (das machen bereits andere), sondern zu visualisieren.

Vom 13. September bis 5. Oktober zeichneten die zwei Münchner Künstler eine Linie in den US-amerikanischen Boden. Sie legten dabei mehr als 600 km zurück. Als Geschäftsleute in Anzügen gekleidet, zogen Huber und Aichner zielstrebig durch Prärien, Wüsten und Gebirge und irritierten mit ihrem überdimensionierten Kugelschreiber die Einheimischen.

Zu dem Projekt entstehen ein Kurzfilm sowie Fotoinstallationen.

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