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Pressemitteilung BoxID: 532515 (K+S Aktiengesellschaft)
  • K+S Aktiengesellschaft
  • Bertha-von-Suttner-Straße 7
  • 34131 Kassel
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  • Ansprechpartner
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Keine Trinkwassergefährdung durch Versenkung

Stellungnahme zu Medienberichten

(lifePR) (Kassel, ) .
- Die im Jahre 2011 bis Ende 2015 genehmigte Versenkung gefährdet kein Trinkwasser. Das bestätigen mehrere, aktuelle Gutachten und fortlaufende Monitorings sowie Überwachungen von K+S und den zuständigen Behörden
- Fragen zur Fortsetzung der Versenkung bis 2021 im Rahmen des Vier-Phasen-Plans sind im bevorstehenden Genehmigungsverfahren zu bearbeiten

Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass Salzabwässer aus der Kaliproduktion an der Werra etliche Trinkwasserbrunnen gefährden würden. Dazu nimmt K+S wie folgt Stellung:

Grundlage für die Entsorgung von Salzabwässern sind die vom Regierungspräsidium (RP) Kassel erteilten Erlaubnisse des Verbundwerkes Werra vom 30. November 2011 (Versenkung) und 30. November 2012 (Einleitung). Die Nutzung dieser Entsorgungswege stellt in der Kaliindustrie weltweit den Stand der Technik dar. Auswirkungen auf die Umwelt werden durch umfangreiche behördliche Kontrollen und Monitoringprogramme sowie im Rahmen der Eigenüberwachung erfasst, dokumentiert und bewertet.

In der vom SPIEGEL genannten Stellungnahme des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) aus dem Sommer 2014 wird die Situation in ausgewählten Trinkwassergewinnungsanlagen sowie die langjährige Entwicklung der Chloridkonzentration im Werra-Kalirevier bewertet. Das HLUG kommt dabei allerdings auch zu dem Ergebnis, dass "die Auswertung der aktuellen Situation des zur Trinkwassergewinnung genutzten Grundwassers im Werra-Kaligebiet zeigt, dass für die derzeit im Betrieb befindlichen Gewinnungsanlagen aufgrund der hydrochemischen Rohwasserbeschaffenheit im Moment keine Nutzungseinschränkungen bestehen."

Daneben stellt die von K+S im Zuge der Aktualisierung und Erweiterung der Berichterstattung zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung im Raum Bad Hersfeld bis Bad Salzungen beauftragte Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH (IHU), Nordhausen, in ihrem im Oktober 2014 vorgelegten umfangreichen Gutachten eindeutig fest, dass:

- hydrochemisch nachweisbare Einflüsse der Salzabwasserversenkung in den Plattendolomit auf genutzte Brunnen und Quellen auf Basis der Daten des HLUG, der K+S sowie der Thüringer Wasserversorger aktuell nicht feststellbar seien,
- die lokal festgestellten Mineralisationsänderungen auf niedrigem Niveau mit Schwankungen und Trends von Natrium und Chlorid an verschiedenen Standorten geogener (natürlicher) Natur seien. Diese langjährigen geringen Trends sollten in der Eigenüberwachung der K+S und im Landesmessnetz weiter überwacht werden und
- eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung an den bestehenden Wasserfassungen des hydrogeologischen Betrachtungsraumes in Folge der Salzabwasserversenkung nach den vorliegenden Daten und dem derzeitigen Kenntnisstand nicht abzuleiten sei.

Ein weiteres Gutachten aus dem Sommer 2014, das das RP Kassel an das Büro für Hydrogeologie und Umwelt HG in Gießen in Auftrag gegeben hatte, kommt ebenfalls zum Ergebnis, dass anhand der aktuellen Daten keine eindeutigen Salzabwassereinflüsse bei der Trinkwassergewinnung festzustellen seien. Auch Messungen bei den Heilwasserbrunnen Bad Hersfeld bestätigten, dass nicht mit einer Beeinflussung zu rechnen sei.

Mit Blick auf eine mögliche Fortführung der Versenkung nach Ende 2015 stellt HG fest: "Die in der Versenkerlaubnis geforderten reduzierten Versenkmengen und -drücke werden sich voraussichtlich, bezüglich der Nutzungsperspektive für die Trinkwassergewinnungsanlagen, positiv auswirken."

K+S arbeitet derzeit - wie im Vier-Phasen-Plan vorgesehen - an den Antragsunterlagen zur Fortsetzung der Versenkung bis zum Jahr 2021. Diese werden den zuständigen Behörden in den kommenden Wochen übergeben. Hierbei sind Fragen und Anmerkungen abzuarbeiten und vom RP Kassel entsprechend zu würdigen.

K+S Aktiengesellschaft

K+S ist ein internationales Rohstoffunternehmen. Wir fördern und veredeln seit 125 Jahren mineralische Rohstoffe. Die daraus hergestellten Produkte kommen in der Agrarwirtschaft, Ernährung und Straßensicherheit weltweit zum Einsatz und sind wichtige Komponenten für eine Vielzahl industrieller Prozesse. Die Nährstoffe Kali und Salz begleiten den Megatrend der Zukunft: Eine stetig wachsende Weltbevölkerung wird immer wohlhabender und strebt nach einem moderneren Lebensstandard, der einen zunehmenden Verbrauch an mineralischen Rohstoffen bedingt. Die deshalb steigende Nachfrage bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. K+S ist der größte Salzproduzent der Welt und gehört zur Spitzengruppe der internationalen Kalianbieter. Mit mehr als 14.000 Mitarbeitern erzielte K+S im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz in Höhe von rund 4 Mrd. Euro und ein EBIT von 656 Mio. Euro. K+S ist der Rohstoffwert im deutschen Aktienindex DAX. Erfahre n Sie mehr über K+S unter www.k-plus-s.com.