Generell Tempo 30 innerorts ist Unfug

KS: Mit solchen Forderungen gewinnt man keine Wahl

(lifePR) ( München, )
Sozialdemokraten und Grüne wollen angeblich nach einem Sieg bei der Bundestagswahl 2013 in Städten und Gemeinden generell Tempo 30 einführen. Nach Ansicht des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) passen solche Forderungen vielleicht ins journalistische Sommerloch, doch lassen sich damit keine Wahlen gewinnen. Schon heute gilt in vielen Wohngebieten, vor Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern und an besonders kritischen Punkten 30 km/h. Das ist gut so. Doch wollte man auf Haupt- und Durchgangsstraßen von der bewährten 50-km/h-Regelung abgehen, befürchtet der KS ein flächendeckendes Verkehrschaos.

Wichtiger als ein generelles Tempo 30 ist es, dafür zu sorgen, dass die jeweils erlaubte Geschwindigkeit auch eingehalten wird. Denn immer wieder kommt es zu Unfällen wegen nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit. Hier zum Beispiel mit mehr Tempokontrollen anzusetzen, hält der KS für ein Gebot der Zeit. Jedoch warnt KS-Präsident Peter Dietrich Rath: "Verkehrssicherheit ist ein sehr wichtiges Thema, das sich nicht zur Stimmungsmache im Wahlkampf eignet."

Wenn Sozialdemokraten und Grüne ihre Forderung tatsächlich bis zur Bundestagswahl aufrecht halten, werden die deutschen Autofahrer sehr genau überlegen müssen, wem sie ihre Stimme in der Wahlkabine geben.
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