Dienstag, 28. Februar 2017


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KJM bewertet zwei weitere Lösungen zur Altersverifikation für geschlossene Benutzergruppen im Internet positiv

(lifePR) (München, ) Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat zwei weitere Lösungen zur Altersverifikation (AVS-Teilmodul) für geschlossene Benutzergruppen in Telemedien positiv bewertet. Es handelt sich dabei um die Module "IDnow Video-Ident" der IDnow GmbH, sowie um "POSTIDENT durch Videochat" der Deutschen Post AG.

Nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) dürfen bestimmte jugendgefährdende Inhalte in Telemedien nur dann verbreitet werden, wenn der Anbieter durch geschlossene Benutzergruppen sicherstellt, dass nur Erwachsene Zugriff darauf haben. Um Rechts- und Planungssicherheit zu geben, bietet die KJM interessierten Unternehmen an zu überprüfen, ob deren Konzepte zum technischen Jugendmedienschutz den gesetzlichen Anforderungen genügen.

Bei den Systemen handelt es sich um zwei Module (Teillösungen) auf der Stufe der Identifizierung, die eine "face-to-face-Kontrolle" per Webcam ermöglichen.

Neben der bloßen Identifizierung via Webcam als initiale Altersprüfung werden für einen wiederholten Nutzungsvorgang zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ergriffen, die eine ausreichende Verlässlichkeit gemäß den KJM-Eckwerten bieten. Beide Konzepte beruhen auf mehrstufigen Identifizierungsverfahren. Die Identifikation des Nutzers erfolgt dabei jeweils in einer Kombination aus der Übermittlung der Kundendaten durch den Inhalte-Anbieter bzw. der Eingabe der Ausweisdaten im Identifizierungssystem. Im Anschluss daran wird die Identität des Nutzers in einer Videokonferenz mit geschulten Mitarbeitern der beiden Unternehmen verifiziert, bei der das Ausweisdokument und die Übereinstimmung der Daten geprüft werden. Schließlich wird dem Kunden eine TAN zugesandt, durch deren Eingabe die Identifizierung abgeschlossen wird. Nur wenn alle Schritte erfolgreich durchlaufen wurden und keine Widersprüche auftreten, erhält der Nutzer die Zugangsdaten zum gewünschten Angebot.

Die KJM kam nach Prüfung der beiden Konzepte zu dem Ergebnis, dass sie sich bei entsprechender Umsetzung als Teillösung auf der Stufe der Identifizierung im Sinne der KJM-Kriterien zur Sicherstellung einer geschlossenen Benutzergruppe eignen. Die Module alleine reichen jedoch nicht aus, um eine geschlossene Benutzergruppe zu gewährleisten, sie müssen im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Anwendung kommen.

Damit gibt es nun 37 von der KJM positiv bewertete Konzepte bzw. Module für AV-Systeme. Dazu kommen derzeit sechs übergreifende Jugendschutzkonzepte mit AV-Systemen als Teilelementen.

Weitere Informationen zu den bisher von der KJM positiv bewerteten Al-tersverifikationssystemen finden Sie auf der Webseite der KJM unter www.kjm-online.de.

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