Sonntag, 22. Oktober 2017


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Bayerischer Lokalrundfunkpreis an BLM-Präsident Ring verliehen

Laudator Markwort: "Sie sind der Wächter des lokalen Rundfunks"

München, (lifePR) - Der Bayerische Lokalrundfunkpreis wurde gestern im Rahmen der Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Verbandes Bayerischer Lokalrundfunk (VBL) an den Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, verliehen. In seiner Ansprache hob Ministerpräsident Horst Seehofer hervor, dass der Preisträger in besonderer Weise das Gesicht des Lokalrundfunks in Bayern geprägt habe. "Durch sein jahrzehntelanges Wirken hat er maßgeblichen Anteil daran, dass Bayern die mit Abstand vielfältigste Lokalrundfunklandschaft in Deutschland besitzt." Bei der Verfolgung seiner Ziele bescheinigte der Ministerpräsident dem BLM-Präsidenten "Leidenschaft und Hartnäckigkeit, bzw. wie man in Bayern sagt, Sturheit".

Der Vorsitzende des VBL, Willi Schreiner, sagte über den Preisträger: "Ring war und ist der Spiritus Rector des lokalen Rundfunks in Bayern, ohne ihn hätte es diese positive Entwicklung bei den lokalen Radio- und Fernsehstationen nicht gegeben." Focus-Herausgeber und -Chefredakteur Helmut Markwort, der die Laudatio auf Ring hielt, würdigte ihn als "Leitfigur des Lokalrundfunkkonzepts in Bayern". Markwort weiter: "Von Coburg bis in den Chiemgau sind lokale Hörfunk und lokale Fernsehsender entstanden. Dies ist ihr Lebenswerk." Die lokalen Sender nannte Markwort "die wirkliche Innovation" des privaten Rundfunks. Im Lokalen könne man journalistisch nicht schludern, so Markwort. Deshalb sei es so wichtig, dass sich Ring intensiv um die Aus- und Fortbildung kümmere.Gemeinsam überreichten anschließend der Laudator und der Vorsitzende des VBL, Willi Schreiner, den zum dritten Mal vergebenen Bayerischen Lokalrundfunkpreis. Bei der Übergabe des Preises, einer Wächter-Figur, nannte Markwort Ring den"Wächter des lokalen Rundfunks".

In seiner Danksagung betonte Ring, dass der Lokalrundfunkpreis einen sehr hohen Stellenwert für ihn habe, "weil er die Anerkennung ist für die Arbeit an dem medienpolitischen Ziel, das für mich immer erste Priorität hatte: der Aufbau, die Weiterentwicklung und die Absicherung des lokalen Hörfunks und Fernsehens in Bayern." Sein Dank, so Ring, gehöre auch den Mitarbeitern und Gremienmitgliedern der Landeszentrale, ohne die die Entwicklung dessen, was in den zurückliegenden Jahren in Bayern entstanden sei, nicht möglich gewesen wäre.

Zudem verwies Ring auf die entscheidende Rolle der Gesellschafter und Mitarbeiter der privaten Rundfunkanbieter und der bayerischen Medienpolitik. Zur augenblicklichen Situation sagte Ring: "Der Umbruch in der Medienlandschaft, den wir gegenwärtig erleben, wird den lokalen Rundfunk selbstverständlich nicht unberührt lassen. Aber ich bin überzeugt, dass der lokale Rundfunk besser gerüstet ist als die allermeisten anderen Medienbereiche. (...) Sowohl für den lokalen Hörfunk als auch für das lokale Fernsehen gilt: Ihr unschlagbarer Wert ist die Lokalität, die lokale Marke, die Orientierung gibt, Vertrauen schafft und in der Lage ist, Identität zu stiften. Dies ist das gewaltige Pfund, mit dem Sie wuchern müssen."

Prof. Ring ist seit 1990 Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, davor war er deren Geschäftsführer. Er ist außerdem u.a. seit 2003 Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) und seit 2009 Vorsitzender der Hauptjury des Deutschen Computerpreises. Daneben bekleidet er zahlreiche Funktionen u.a. in den Bereichen Aus- und Fortbildung und Medienpädagogik.

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