Montag, 29. Mai 2017


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Mut zum Leben machen

Kolpingwerk begrüßt Abgeordneteninitiative zur gesetzlichen Regelung von Spätabtreibungen

(lifePR) (Köln, ) "Wir brauchen dringend einen besseren Schutz der Ungeborenen im Falle der Diagnose einer Behinderung oder schweren Krankheit", begrüßt der Kolping-Bundesvorsitzende Thomas Dörflinger MdB die aktuelle Gesetzesinitiative aus den Reihen der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Bislang erlaubt eine entsprechende Indikation einen Schwangerschaftsabbruch ohne Einhaltung von Fristen. In den vergangenen Jahren sind jeweils etwa 200 Kinder nach der 23. Schwangerschaftswoche abgetrieben worden. Zumeist, nachdem Eltern von einer möglichen Krankheit oder Behinderung des ungeborenen Kindes erfahren haben. "Wir brauchen eine Beratungspflicht und eine Frist zwischen Beratung und Abtreibung. "Eine solche Bedenkfrist schützt nicht nur das Kind, sondern ist auch als Hilfe für die Eltern des Kindes zu verstehen", ergänzt Dörflinger. "Wir müssen als Gesellschaft Eltern Mut machen, sich für ein behindertes Kind zu entscheiden und ihnen helfen, ihre enorme Verantwortung anzunehmen", betonte der Bundestagsabgeordnete am Rande der Bundesvorstandssitzung des Sozialverbandes in Köln. "Das Akzeptieren von Unvollkommenheit und Unverfügbarkeit des Lebens muss in einer Gesellschaft, in der all zu häufig die perfekte Programmierbarkeit des Lebens unterstellt wird, neu erlernt werden."

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