Guter Start ins Geschäftsjahr 2011

Quartalsbericht der Koenig & Bauer AG (KBA)

(lifePR) ( Würzburg, )
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- 37,4 % Plus beim Auftragseingang
- 20,7 % mehr Quartalsumsatz
- 40 % höherer Auftragsbestand
- Quartalsergebnis deutlich besser als 2010
- Starker Cashflow und hohe Liquidität
- Umsatz- und Ergebnisprognose für 2011 bestätigt

Obwohl die weltweiten Bestellungen bei Druckmaschinen nur moderat zugelegt haben und vor allem von der hohen Nachfrage aus China und anderen Schwellenländern getragen werden, ist der Druckmaschi-nenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) deutlich besser ins neue Geschäftsjahr gestartet als vor zwölf Monaten. Der Auftragseingang im Konzern stieg im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahr (2010: 314,4 Mio. €) um 37,4 % auf 432,1 Mio. €. Dank der lebhaften Nachfra-ge bei Nischenprodukten wuchsen die Aufträge im Geschäftsbereich Rollen- und Sondermaschinen überdurchschnittlich um 42,8 % auf 290,6 Mio. €. Dabei stagniert das Geschäft mit Rotationsanlagen für den Zei-tungs- und Illustrationsdruck aufgrund der wachsenden Online-Medien und des damit verbundenen Strukturwandels. Im vom Internet weniger betroffenen Segment Bogenoffsetmaschinen erhöhten sich die Bestel-lungen im Vergleich zu 2010 um 27,6 % auf 141,5 Mio. €. Insgesamt stieg der Auftragsbestand im Konzern von Ende Dezember 2010 bis zum 31. März 2011 um über 40 % auf 619,6 Mio. €. Davon entfielen 441,4 Mio. € auf Rollen- und Sondermaschinen und 178,2 Mio. € auf den auch vom Wachstum des Verpackungsdrucks profitierenden Bo-genoffsetbereich.

Besseres Ergebnis durch Wachstum und Kostensenkung

Der Quartalsumsatz überstieg mit 253,3 Mio. € den Vergleichswert des Vorjahres (2010: 209,8 Mio. €) um 20,7 %. Während der Umsatz mit Bo-genoffsetmaschinen gegenüber 2010 um 46,9 % auf 126,0 Mio. € anstieg, waren die Erlöse bei den Rollen- und Sondermaschinen auf-grund der geringeren Neuaufträge für Rotationsanlagen in den Vorjahren mit 127,3 Mio. € nur um 2,7 % höher als 2010.

Gestiegene Deckungsbeiträge und positive Kosteneffekte verbesserten das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr (2010: -19,4 Mio. €) deutlich auf -1,8 Mio. €. Angesichts der weiterhin sehr geringen Ver-schuldung und Zinsbelastung von KBA war das Ergebnis vor Steuern mit -3,9 Mio. € nach drei Monaten deutlich positiver als im Vorjahr (2010: -21,3 Mio. €). Das Periodenergebnis wird mit -5,8 Mio. € (2010: -20,2 Mio. €) ausgewiesen. Dies entspricht einem anteiligen Ergebnis je Aktie von -0,35 € (2010: -1,23 €).

Hoher Cashflow und gesunde Finanzkennziffern

Trotz der gestiegenen Vorräte für anstehende Auslieferungen wa-ren der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit mit +40,1 Mio. € (2010: -41,3 Mio. €) und der freie Cashflow mit +36,3 Mio. € (2010: -43,4 Mio. €) deutlich positiv. Dazu trugen das verbesserte Ergebnis, höhere Kundenanzahlungen und niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei. Die liquiden Mittel sind auf 127,5 Mio. € gewachsen (Ende 2010: 91,0 Mio. €). Auch die Netto-liquidität ist mit 83,6 Mio. € erheblich besser als vor zwölf Monaten (2010: -16,7 Mio. €). Hinzu kommen ausreichende Kreditlinien. Die im Branchenvergleich weiterhin überdurchschnittliche Eigenkapi-talquote in Relation zur gestiegenen Bilanzsumme betrug zum Quartalsende 38,2 %.

Anpassung der Rollenstandorte noch nicht abgeschlossen

Ende März beschäftigte die KBA-Gruppe weltweit 6.404 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne drei erstmals konsolidierte Vertriebs- und Ser-vicegesellschaften in China und Italien hat sich die Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vorjahr (31.03.2010: 6.559) um 214 verringert. Angesichts der weiter verhaltenen Marktaussichten bei großen Rotationsanlagen hält der Vorstand eine weitere Kapazitätsanpassung an den Rollenstandorten für erforderlich.

Ausfuhranteil mit 86,5 % weiter auf hohem Niveau

Trotz der um 20,4 % gestiegenen Inlandsumsätze lag die Exportquote wie im Vorjahr bei 86,5 %. Mit einem Umsatzanteil von 40,1 % (2010: 27,9 %) hat sich der für KBA traditionell wichtige Absatzmarkt Europa im Westen und Osten wieder etwas erholt. Die Länder im Süden leiden aber weiter unter den Folgen der Wirtschaftskrise. Die im langjährigen Vergleich mit nur 7,6 % sehr niedrige Regionalquote Nordamerikas (2010: 15,0 %) spiegelt die schon länger anhaltende Investitionszurück-haltung der US-Zeitungsindustrie wider. Die Zukunftsregion Asien/Pazifik war vorübergehend mit einem Umsatzanteil von 24,3 % etwas kleiner als im Vorjahr (27,7 %). Auf Afrika und Lateinamerika entfielen 14,5 % des Umsatzes.

Unveränderte Prognose für 2011

Im Ausblick für das laufende Geschäftsjahr hält der KBA-Vorstand trotz der durch die Ereignisse in Nordafrika und Japan unsicherer geworde-nen weltwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen an seiner Prognose von Ende März fest. Die angesichts gedämpfter Markt-perspektiven aus Sicht des Managements bestehende Notwendigkeit einer weiteren Kapazitätsanpassung an den Rollenstandorten hat nach längeren Verhandlungen zu einem seit dem 5. Mai anhaltenden Streik im Werk Frankenthal geführt. Dieser könnte nach Meinung des Vor-standsvorsitzenden Helge Hansen bei längerer Dauer zu einer Belas-tung für das Unternehmen werden. Helge Hansen: "Der Vorstand be-müht sich intensiv um eine konstruktive Fortsetzung des seit Ende 2010 mit den Arbeitnehmervertretern geführten Dialogs. Wir hoffen, dass es bald zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung kommt. Aufgrund des über 40 % höheren Auftragsbestandes zum Quartalsende, unserer breiten Marktaufstellung und des sich positiv entwickelnden Service- und Nischengeschäfts gehen wir aktuell weiterhin von einer einstelligen Steigerung des Konzernumsatzes und einem moderaten Anstieg des positiven Vorsteuerergebnisses von 2010 aus."

Der Quartalsbericht steht als PDF-Download zur Verfügung unter: http://www.kba.com/de/investor/berichte/11.html

Wichtiger Hinweis:

Diese Presseinformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf fundierten Annahmen und Hochrechnungen der Unternehmensleitung der Koenig & Bauer AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse davon aufgrund vielfältiger, vom Unternehmen nicht beeinflussbarer Faktoren abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der Wirtschaftslage, der Wechselkurse sowie Veränderungen innerhalb der grafischen Branche gehören. Die Koenig & Bauer AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig tatsächlich erzielten Ergebnisse mit den in dieser Pressemitteilung enthaltenen Zahlen und Aussagen identisch sein werden.
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