Freitag, 20. Juli 2018


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"Wenn nicht wir gegen den Klimawandel kämpfen - wer dann?"

Aktivist*innen berichten zum Auftakt des People's Climate Summit in Bonn von den Folgen des Klimawandels im globalen Süden

Berlin, (lifePR) - Am heutigen Freitag beginnt mit einem international besetzten Podium der People's Climate Summit in Bonn. Vom 3. bis zum 7. November treffen sich im Vorfeld der Weltklimakonferenz Klima-Aktivist*innen aus der ganzen Welt, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Während bei der offiziellen Konferenz die Regierungen verhandeln, kommen beim People's Climate Summit jene zusammen, die direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und vor Ort für eine andere Gesellschaft kämpfen.

„Der Klimawandel ist keine ökologische Krise, sondern eine Krise der sozialen Gerechtigkeit“, sagt Nadja Charaby von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, die das Treffen zusammen mit anderen Organisationen und NGOs unterstützt. „Am Klimawandel leiden diejenigen am meisten, die am wenigsten dazu beigetragen haben.“ Der PCS, so die Organisator*innen, soll denen ein Forum bieten, die in der globalen Politik selten eine Stimme haben. Dabei gehe es um mehr als nur um die Reduktion von Kohlenstoffdioxid, sagt Dorothee Häußermann von attac: „Wir brauchen eine grundlegende Transformation hin zu einer Gesellschaft, in der die Sorge um den Planeten und unsere Mitmenschen im Zentrum steht. Zum People's Climate Summit kommen Menschen aus allen Kontinenten und ganz unterschied-lichen gesellschaftlichen Zusammenhängen, um an dieser Aufgabe zu arbeiten."

So auch die Pacific Climate Warriors, Klima-Aktivist*innen aus 12 Inselstaaten im Pazifik, die der steigende Meeresspiegel schon zu überfluten droht. „Der Klima wandel kennt keine Grenzen“, sagt Josehp Zane Sikulu aus Tonga. „Er ist eine Krise, die uns alle betrifft und weitherhin betreffen wird – dich, mich und die Orte, die jeder von uns sein Zuhause nennt. Wenn wir nicht aufbegehren und gegen den Klimawandel kämpfen – wer wird es dann tun?“ Der People's Climate Summit, so Sikulu, sei wichtig als Ort, wo Menschen mehr über den Klimawandel lernen könnten. Noch wichtiger allerdings sei er, „um eine starke Bewegung aufzubauen, die dafür sorgt, dass die Klimakiller Kohle, Öl und Gas im Boden bleiben.“

Die Pacific Climate Warriors sind Teil der Eröffnungsveranstaltung am Freitag Abend: Dort diskutieren Sie mit Aktivist*innen unter anderem aus Fiji, Peru, Togo, den USA und den Philippinen über die Frage, was Klimagerechtigkeit bedeutet. Im Rahmen eines Sei-Festivals werden sie im Anschluss traditionelle Praktiken pazifischer Kultur mit Berichten über die Folgen des Klimawandels verweben. Die Sei-Blume ist ein wichtiger Bestandteil pazifischer Kultur und stellt deren friedliche und widerständige Seite dar.

Mehr Informationen und das Programm: https://pcs2017.org/de/

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