Welternährungstag 2014: Hunger bleibt enorme Herausforderung

Kindernothilfe setzt auf Bildung und Selbsthilfe

(lifePR) ( Duisburg, )
Weltweit hungern noch immer mehr als 800 Millionen Menschen, so Schätzungen der Vereinten Nationen. Eines von sechs Kindern in Entwicklungsländern ist unterernährt und ein Drittel aller Sterbefälle bei Kindern hängt dort mit Hunger zusammen. Zwar konnten bei der globalen Hungerbekämpfung zuletzt Fortschritte erzielt werden, es besteht jedoch noch immer großer Handlungsbedarf. "Eine Gesellschaft kann die bittere Armut nicht überwinden, wenn es den Menschen bereits am täglichen Essen mangelt", sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, aus Anlass des Welternährungstages am 16. Oktober. "In unseren Projekten begegnen wir dieser Unterversorgung vor allem mit passgenauen Bildungsangeboten und setzen auf die oft großen Potenziale der Kinder und ihrer Eltern."

Oft helfen schon das Wissen um neue Anbau- und Bewässerungsmethoden, eine bessere Aufbewahrung des Saatguts, eine effizientere Schädlingsbekämpfung oder optimierte Düngung, um mehr Erträge zu ernten. Katrin Weidemann: "Die Kindernothilfe schult bereits Jungen und Mädchen in der Landwirtschaft, um auch mit kargen Böden, Erosion oder Wasserknappheit umgehen zu lernen. Aber die Arbeit braucht einen langen Atem und wir benötigen entsprechend großzügige Unterstützer für die Projekte."

Die Weltgemeinschaft hatte sich im Jahr 2000 verpflichtet, den weltweiten Hunger bis 2015 zu halbieren. Dieses Ziel wird allerdings wohl verfehlt: Noch immer gibt es in vielen Ländern eine hohe Kindersterblichkeit, einen großen Anteil untergewichtiger Kinder sowie allgemeine Unterernährung in der Bevölkerung. "Ein solcher gravierender Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen gefährdet nicht nur das Überleben des einzelnen Kindes oder Erwachsenen, sondern hält ganze Länder gefangen in einem Teufelskreis aus schlechter Gesundheit, Produktivitätsverlusten und fortdauernder Armut", so Katrin Weidemann.

Der aktuelle Welthunger-Index beschreibt die Lage vor allem in den Ländern wie Sambia, Äthiopien oder Malawi sowie weiteren Staaten südlich der Sahara als "sehr ernst". Am meisten verschlechtert hat sich laut dieser Studie die Lage in Swasiland. "Als Kindernothilfe stehen wir an der Seite der Kinder und ihrer Familien in diesen Ländern", sagt Katrin Weidemann. "Das Wissen zu vermitteln, damit mehr und hochwertigere Nahrung produziert und diese Nahrungsmittelversorgung langfristig gesichert werden kann, bleibt in vielen Projekten eine ganz zentrale Aufgabe."
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