Samstag, 25. Februar 2017


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Kindernothilfe: Katastrophen dürfen nicht zur Gewohnheit werden

(lifePR) (Duisburg, ) Kleine Bäche, die zu mächtigen Strömen werden, verzweifelte Menschen, die im hüfthohen Wasser stehen, zerstörte Straßen, Wohnhäuser und Schulen: Bilder, an die wir uns scheinbar gewöhnen müssen. Beispiel Pakistan: Bereits im Juli 2010 traf das Land die schlimmste Flutkatastrophe seiner Geschichte, mindestens 2.000 Menschen starben, rund 20 Millionen waren betroffen. 2011 standen große Teile der Provinzen Sindh und Baluchistan erneut unter Wasser, ein Jahr später zerstörte die Flut 7.000 Häuser. 2013 verloren nochmals 66.000 Pakistaner ihre Lebensgrundlage. Im vergangenen Jahr flohen zwei Millionen Menschen aus den Regionen Punjab und Sindh, es gab 270 Tote.

Trotz des Leids nimmt die Weltöffentlichkeit kaum noch Notiz von der wiederkehrenden Not der Kinder und Erwachsenen. Als international tätiges Hilfswerk stärkt die Kindernothilfe die Menschen vor Ort im Umgang mit Katastrophen, will aber auch den Blick der Öffentlichkeit für die enormen Bedrohungen schärfen. "Von der Regelmäßigkeit der Niederschläge hängt die Versorgung von rund zwei Milliarden Menschen in Asien und Afrika ab", berichtet Jörg Denker, Leiter des Asien-Referats der Kindernothilfe. "In den vergangenen Jahren jedoch wurden Abweichungen von mehr als 20 Prozent gemessen. Das führt zu besonders schweren Regenfällen - oder auch zu extremen Dürreperioden." Experten machen die globale Erderwärmung für diese Klimaereignisse verantwortlich.

Die Kindernothilfe und ihre Partner beispielsweise in Pakistan engagieren sich seit Jahren in mittel- und langfristig angelegten Projekten zur Verbesserung der Lebenssituation insbesondere der Kinder: Wassermanagement, Ausbildungen in krisenresistenter Landwirtschaft und neue Selbsthilfekonzepte sollen die Situation vor allem in den Dörfern nachhaltig verbessern. Ständig neue Flutkatastrophen als Folge des Klimawandels - und somit das Erbe der Industrialisierung in Europa und den USA - erfordern von Organisationen wie der Kindernothilfe allerdings immer wieder Humanitäre Hilfe, nicht zuletzt um laufende Projekte zu sichern. "Wir stärken die Kinder und ihre Familien, um auch mit schwierigen Klimabedingungen zurechtzukommen. Aber wir müssen unsere Spender auch mit wachsender Regelmäßigkeit um Unterstützung bei Katastrophen bitten", so Denker. "Dabei erklären wir immer, dass wir dank der Projekte schon heute schlimmere Ausmaße zu verhindern helfen."

Anfang August stellte die Kindernothilfe 150.000 Euro Soforthilfe für Familien in den aktuell von der Flut betroffenen Regionen Sindh und Punjab zur Verfügung und erreicht damit rund 5.000 Menschen. "Wir sind hier seit vielen Jahren tätig und verfügen über exzellente Partner, die speziell auch die Nöte der Kinder berücksichtigen. Insbesondere unsere Selbsthilfegruppen, die wir seit langem aufbauen, erreichen abgelegene Gebiete und wissen, wo die Hilfe am nötigsten gebraucht wird", sagt Denker.

Die Kindernothilfe bittet für die Soforthilfemaßnahmen um Spenden auf das Konto: Kindernothilfe e.V.
Bank für Kirche und Diakonie eG (KD-Bank)
Zwecknummer 57599
IBAN: DE92 3506 0190 0000 4545 40

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