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Pressemitteilung BoxID: 689137 (Kindermissionswerk "Die Sternsinger")
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Wertvoller als Weihrauch, Gold und Myrrhe

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt erstmals Sternsinger im Schloss Bellevue

(lifePR) (Berlin, ) Premiere für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Amtszeit: Dort, wo sonst Staatsgäste empfangen werden, besuchten ihn und seine Frau Elke Büdenbender heute kleine und große Könige im Schloss Bellevue. 39 Sternsinger aus dem Bistum Eichstätt vertraten beim Empfang alle Mädchen und Jungen, die rund um den 6. Januar bei der Aktion Dreikönigssingen Spenden für Gleichaltrige in aller Welt sammeln.

„Dort, wo ihr klingelt, dort schenkt ihr etwas ganz Wertvolles. Nicht überall Weihrauch, auch selten Gold und Myrrhe, nein, ihr bringt etwas viel, viel Wertvolleres mit, nämlich Gottes Segen. Die Sternsinger-Aktion hilft nicht nur bedürftigen Kindern, sondern sie bringt auch Gutes für die, die euch hereinlassen. Eine Stärkung für das neue Jahr bringt ihr mit und eine schriftliche Bestätigung am Türrahmen sowie hier im Schloss Bellevue“, sagte Bundespräsident Steinmeier zu den Kindern, die sich um ihn im Großen Saal des Schlosses versammelt hatten.

Eva, Jonas und Elisabeth bringen den Segen

„Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ heißt das aktuelle Leitwort der Aktion Dreikönigssingen. In einem kurzen Anspiel stellten die Sternsinger dem Bundespräsidenten die Problematik vor. Weltweit müssen circa 152 Millionen Kinder arbeiten. Geschätzt ein Drittel der arbeitenden Kinder zwischen fünf und 14 Jahren kann keine Schule besuchen.

Zuvor brachten Eva (13), Jonas (12) und Elisabeth (13) den Segen zum Amtssitz des Bundespräsidenten. „Christus mansionem benedicat. Das heißt: Christus segne dieses Haus, auch im Jahr 2018“, sagte Elisabeth, und Eva schrieb mit Kreide den Sternsinger-Segen „20*C+M+B+18“ an das Portal. Bundespräsident Steinmeier freute sich über den königlichen Besuch aus der Pfarrei Pietenfeld sowie aus den beiden Pfarrverbänden Buxheim-Eitensheim und Hepberg-Lenting und dankte allen Kindern und Jugendlichen, die von Haus zu Haus ziehen. „Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr viele Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland für die Sternsinger-Aktion spenden, wenn ihr und viele, viele andere Sternsingerinnen und Sternsinger an den Türen klingeln“, so Steinmeier.

Mit seiner persönlichen Spende unterstützt der Bundespräsident ein Bildungsprojekt der Sternsinger für arbeitende Kinder im Norden Indiens. In Firozabad kümmert sich die Vikas-Stiftung um die Schulbildung der Teppiche knüpfenden Mädchen und Jungen. Frauenselbsthilfegruppen, die Müttern Kleinkredite gewähren, sollen die Arbeit der Kinder zudem überflüssig machen „Die Kinder von Firozabad leben weit entfernt von uns, aber weil ihr gemeinsam mit so vielen anderen von Haus zu Haus zieht und manchmal eben auch zu einem Schloss wie heute, entsteht eine Lichterkette der Hilfsbereitschaft in unserem ganzen Land, und sie reicht tausende von Kilometern weit, und sie macht unsere Welt ein Stückchen heller. Und gerade dafür möchten wir euch danken.“

„Ihm gehen die Kinder in Indien zu Herzen“

Für die Kinder und Jugendlichen aus dem Bistum Eichstätt war der Besuch beim Bundespräsidenten eine ganz besondere Würdigung ihres Engagements. „Ich habe mich gefreut, dass der Bundespräsident gelobt hat, was wir machen, und dass ihm die Kinder in Indien zu Herzen gehen“, sagte die zwölfjährige Elisabeth nach dem Empfang. Auch Quirin war beeindruckt: „Das war aufregend und spannend“, so der 15-Jährige, der beim Empfang gemeinsam mit anderen Sternsingern musiziert hatte.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dankte Bundespräsident Steinmeier für die Einladung. „Sie machen mit diesem Empfang deutlich, wie sehr Sie das Anliegen der 300.000 Kinder und Jugendlichen unterstützen, die in diesen Tagen als Sternsingerinnen und Sternsinger im ganzen Land unterwegs sind. Sie sind nicht für die eigenen Interessen unterwegs, sondern für die Interessen, ja für die grundlegenden Rechte und die Würde ihrer Altersgenossen auf der ganzen Welt“, so Bingener, der gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, die Kinder begleitete. „Möge der Segen Gottes sie in ihrem Amt, sie beiden gemeinsam und ihre Familie auch im kommenden Jahr begleiten, und möge ein guter Stern über allen stehen, denen sie begegnen, die hier ein- und ausgehen“, so Bingener weiter.

Mit der Einladung zum Empfang setzte Steinmeier die Tradition der Empfänge fort, die schon seine Amtsvorgänger Karl Carstens, Roman Herzog, Johannes Rau, Horst Köhler, Christian Wulff und Joachim Gauck gepflegt hatten. Bevor bei einer Tasse Kakao noch Zeit für Fotos mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau blieb, sangen die Sternsinger dem Bundespräsidenten einem Tag nach seinem Geburtstag noch ein Ständchen.

Mehr als eine Milliarde Euro, mehr als 71.700 Projekte

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Mehr als eine Milliarde Euro wurden seither gesammelt, mehr als 71.700 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 59. Aktion zum Jahresbeginn 2017 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.328 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.