Mittwoch, 20. September 2017


  • Pressemitteilung BoxID 664095

Auftakt für das Kieler Innenstadt-Management

Lenkungsgruppe präsentiert Handlungskonzept und erste Projekte

Kiel, (lifePR) - Koordinieren, vermitteln, gestalten. Mit dem Ziel, leer stehende Gewerbeflächen in der Kieler Innenstadt mit attraktiven Zwischennutzungen aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, hat sich Anfang des Jahres eine Lenkungsgruppe formiert, um ein zentrales Innenstadt-Management voran zu treiben. Allen voran Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. Mit der Zusage, jeden privat investierten Euro bis zu einer Gesamtsumme von 100.000 Euro zu verdoppeln, ist Kämpfer bundesweit einer der wenigen Verwaltungschefs, der innovative Wege geht, um dem Leerstand in seiner Innenstadt proaktiv entgegen zu wirken. „Der Handlungsbedarf liegt auf der Hand. Wenn andere sich bewegen sollen, muss man mit gutem Beispiel voran gehen. Das Herz der Stadt geht uns alle an. Deshalb sollten wir auch alle Verantwortung übernehmen“, erläutert Dr. Kämpfer seine Motivation, aber auch seine Erwartungshaltung gegenüber der Privatwirtschaft.

Gefragt waren in der ersten Phase vor allem die Eigentümer. Nach rund acht Wochen Akquisearbeit zieht die Lenkungsgruppe aus Haus & Grund Kiel, Kersig Immobilien und Kiel-Marketing e.V. nun eine positive Bilanz. „Mit derzeit 89.000 Euro ist das Innenstadt-Management handlungsfähig. Jetzt können wir loslegen“, freut sich Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel Marketing, bei dem die Umsetzung angesiedelt ist.

„Die Etablierung eines zentral gesteuerten Innenstadt-Managements war für uns alle eine Herzensangelegenheit/oberstes Ziel. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Eigentümern, die uns mit ihrer finanziellen Unterstützung das Vertrauen geschenkt haben“, betont Sönke Bergemann, Geschäftsführer von Haus & Grund Kiel.

Auch Jan Christoph Kersig, Geschäftsführer Kersig Immobilien ist stolz auf seine Branche: „Mit der Unterstützung dieser Initiative investieren wir in unsere eigene Zukunft. Ich habe mich von Anfang an für das Projekt stark gemacht und bin froh, dass die Weichen gestellt sind“.

Das externe Expertenteam Peter C. Kowalsky von PROJECT M und Norbert Radszat von der Standortberatung LOC-CON bewerten die Entwicklung ebenfalls positiv. Allerdings sei man mit der Gesamtsumme von derzeit 180.000 Euro für drei Jahre „an der Untergrenze“, um ein erfolgreiches und konstant sichtbares Leerstandsmanagement im Rahmen des Innenstadt-Managements zu betreiben.

Die Hamburger Experten wurden von der Lenkungsgruppe mit einem Handlungskonzept für die Kieler Innenstadt betraut, um sich einen ungefärbten und gleichzeitig erfahrenen Blick von außen einzuholen. Norbert Radszat konstatiert: Die Hamburger Experten wurden von der Lenkungsgruppe mit einem Handlungskonzept für die Kieler Innenstadt betraut, um sich einen ungefärbten und gleichzeitig erfahrenen Blick von außen einzuholen. Norbert Radszat konstatiert: „Die Kennzahlen des Standortes Kiel stimmen. Um aber in der Zukunft, aus immer wieder neuer Kundensicht als Erlebnisziel bestehen zu können, muss sich die Kieler Innenstadt der Herausforderung stellen und ein Umdenken in Bezug auf „Mietermix“ sowie der Schaffung erlebnisorientierter, identitätsprägender Besuchsanreize stattfinden. Ein zentrales Leerstandsmanagement kann die Akteure unterstützen, hier wichtige, neue Impulse zu setzen“.  Ein wesentlicher Konzeptansatz der Studie ist die Ausbildung von Quartiersidentitäten. „Durch eine nach Themen geordnete Zwischennutzungslandschaft können einzelne Straßenzüge oder Plätze eigene Profile entwickeln, die auch langfristig Bestand haben können und somit zu einem authentischen Gesamtstandort beitragen“, erläutert Peter Kowalsky und Uwe Wanger ergänzt: „Diesen Ansatz begreifen wir als Vision für ein Innenstadt-Management, das wir nach der dreijährigen Bauphase weiterdenken wollen. Wir wollen schließlich nachhaltig arbeiten“.

Im Hier und Jetzt.

Viele im Konzept benannte Maßnahmen befinden sich schon heute in der konkreten Planung. Innenstadt-Managerin Janine-Christine Streu trifft und berät seit Wochen Interessenten aus unterschiedlichen Branchen, die ihre Idee in einem Leerstand verwirklichen möchten: „Wir sehen den Umbruch in der Kieler Innenstadt als Chance für ein Labor Innenstadt, das vor allem kreativen und mutigen Konzepten eine Bühne bieten kann“.

Bisher übersteigt die Nachfrage nach freien Flächen noch das Angebot. Dies anzugleichen und passende Paarungen zu vermitteln, sei die wesentliche Aufgabe der kommenden Wochen und Monate. Neben der Koordination von Zwischennutzungen sieht die Expertenstudie auch Kaschierungsmaßnahmen vor. Hiervon werden in Kürze zwei Projekte umgesetzt. „Mit dem ehemaligen Anson`s sowie dem ehemaligen H&M-Gebäude haben wir zwei repräsentative Flächen für eine attraktive Schaufensterbeklebung gewinnen können“, berichtet Streu. Inhaltlich wird hier sowohl die stadteigene Baustellenmarketing-Kampagne „Wir schwärmen für die Kieler Innenstadt“ aufgegriffen als auch eine von den Experten als „Maritime Fiktion“ betitelte Projektidee umgesetzt. „Mit typischen Kiel-Motiven möchten wir den Passanten emotional erreichen und ihm bewusst machen, dass der Kieler Einkaufsstandort mit seiner unmittelbaren Wasserlage über ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal verfügt“, beschreibt die Innenstadt-Managerin das Konzept, welches sich an weiteren Standorten fortsetzen soll. 

Wie unterschiedlich Zwischennutzungen aussehen können, zeigt die Vielfalt der geplanten Projekte:

Ob großflächige Schaufensterbeklebungen, Kunst- und Kulturinstallationen oder Pop up-Konzepte aller Genres von Food bis Handarbeit – die leeren Flächen bieten im wahrsten Sinne des Wortes Raum für individuelle Konzepte. Besonders erfreulich ist dabei der Ausbau oder gar die Entstehung neuer Partnerschaften mit lokalen Akteuren wie der Kunsthalle zu Kiel, der Kulturerbe-Stiftung, Nordwind Wassersport e.V., dem Verein Hansekogge Kiel oder auch dem Wachholtz-Verlag.

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