Mittwoch, 15. August 2018


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Hoher Durchseuchungsgrad der Bevölkerung

Mit den richtigen Maßnahmen gegen den Magenkeim Helicobacter pylori

Bremen, (lifePR) - Magenbeschwerden sind nicht nur lästig, sondern beeinflussen die Lebensqualität erheblich. Druckgefühl in der Magengegend, saures Aufstoßen und eventuell Magenschmerzen sind Symptome, die den Patienten veranlassen sollten, den Arzt aufzusuchen. Verursacher kann der Magenkeim Helicobacter pylori sein.

Bei uns ist etwa jeder dritte Bewohner von dem Magenkeim Helicobacter pylori infiziert, etwa 30 Millionen Personen.  Dieser Keim kann, -muss aber nicht-  der Auslöser für Magenbeschwerden sein. Viele Menschen tragen den Keim ihr Leben lang herum und er verursacht keinerlei Beschwerden. Der Magenkeim kann nach neusten Erkenntnissen auch Magenkrebs verursachen.
Der Ursache von länger andauernden Beschwerden muss mittels einer Gastroskopie auf den Grund gegangen werden.

Mit einer flexiblen Optik schaut sich der Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen die Magenschleimhaut und die Speiseröhre an. Feinste Gewebsproben werden von der Schleimhaut entnommen und histologisch auf den Magenkeim oder andere Ursachen untersucht.
Liegt eine Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori vor, kann der Keim mit einer speziellen medikamentösen Therapie beseitigt werden (Eradikationstherapie).

Kontrolle ist wichtig

Um sicher zu stellen, dass der Magenkeim nach der Medikamenteneinnahme auch wirklich verschwunden ist, wird von der Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs,- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) in einer neuen Leitlinie empfohlen, dass ein hochqualitativer 13C Atemtest durchgeführt wird. Dieser Test erfolgt etwa 6 bis 8 Wochen nach der Beendigung der Medikamenteneinnahme, so Professor Dr. Stephan Mielke vom Magen-Darm-Zentrum aus Hamburg.

Es wird vom Patienten Ausatemluft in Röhrchen gepustet. Anschließend eine Tablette mit etwas Wasser eingenommen und nach 10 Minuten nochmals in weitere Proberöhrchen gepustet.  Die Röhrchen werden dann zur Analyse in ein Labor gesendet.

Ist der Keim nicht mehr nachweisbar, ist der Helicobacter pylori beseitigt. Die Kontrolle ist in jedem Fall notwendig und kann auch vom Hausarzt durchgeführt werden. Der Besuch des Facharztes ist nicht notwendig.

Durch die Beseitigung des HP kann das Risiko von Gastritis, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren sowie bösartigen Tumoren minimiert werden.

Eine Ratgeber Broschüre über den Helicobacter pylori kann über die Gastroliga, Friedrich-List-Strasse 13 in 35398 Gießen; Mail: geschaeftsstelle@gastro-liga.de  gratis angefordert werden.

Die beigefügten Bilder sind nur im Zusammenhang mit der Pressemeldung zu verwenden.

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