"Magie in der Orangerie - Die 5. Kirchheimbolander Varieté-Nacht"

Samstag, 9. November 2019, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), Stadthalle an der Orangerie

(lifePR) ( Ober-Flörsheim, )
Wenn sich in diesem Jahr der Vorhang für die 5. Kirchheimbolander Varieté-Nacht öffnet, steht  neben Moderator und Zauberkünstler Martin Sierp, Schattenkünstler Julian Button und Rollschuh-Akrobat TJ Wheels auch der Magier und Entfesselungskünstler Steve Waite aus Bobenheim-Roxheim auf der Bühne. Er gehört zu den besten Großillusionisten in Deutschland und beginnt dort, wo andere aufhören. Seine spektakulären Illusionen und Stunts bringen ihn ins Feuer, unter Wasser und in die Luft! Ausgezeichnet als „Artist oft he Year“, Finalist in Italiens Version des „Supertalents“, Wettkönig bei Thomas Gottschalks „Wetten, dass…?“, Weltrekordhalter im Entfesseln auf einer fahrenden Achterbahn und magischer Coach von „Joko & Klaas“ hat er sich national wie international einen Namen gemacht. Nach Kirchheimbolanden bringt er einige seiner gefährlichsten Illusionen, wie er im Interview verrät.

Wie wurde aus Stefan Wicht der Zauberer Steve Waite?

Als 15-Jähriger stellte ich mir die Frage, wohin die Reise geht und sah einen Fernsehbericht über David Copperfield. In dem Moment wusste ich, da geht die Reise hin! Am Anfang übte ich mit dem klassischen Zauberkasten, später ging ich auf Zauberkongresse, bei denen sich einmal im Jahr ganz viele verrückte Menschen über ihre Zauberkunst austauschen, und so lernte ich meine ersten Tricks und mache ein paar Erfahrungen. Der erste große Auftritt folgte dann im Jahr 2000 als ich beim Strohhutfest in Frankenthal auftrat – und das war der katastrophalste Moment auf der Bühne, den ich jemals hatte. Damals lief alles schief, was schief laufen kann und die Zeitung zerriss mich bei ihrer Berichterstattung.

Was hat Sie dazu bewogen, trotzdem mit der Zauberei weiterzumachen?

Nur sechs Tage später war ich beim Bürgerfest in Bobenheim-Roxheim gebucht, da musste ich hin, obwohl ich nach der schlechten Kritik dachte, ich werfe alles hin. Bei dieser Show trat ich das erste Mal als Entfesselungskünstler kopfüber hängend an einem brennenden Seil auf – und das war ein riesiger Erfolg. Es war wie ein Durchbruch und der Anfang meiner Karriere als Entfesselungskünstler. Damals war mir klar: Das will ich mein Leben lang machen!

Wie kamen Sie auf der Idee mit solch einer Entfesselung?

Ich suchte zu dieser Zeit etwas, das es in dieser Form in Deutschland noch nicht gab. Zauberkünstler gibt es wie Sand am Meer, doch ich wollte etwas Besonderes machen. Bei einem Kongress für Magier fand ich eine Zwangsjacke, die ich anzog und aus der ich mich erst nach 20 Minuten befreien konnte. Da war mein Ehrgeiz geweckt, ich spürte, das ist genau mein Ding und dem bin ich bis heute treu geblieben.

Benötigt man als Entfesselungskünstler spezielle Begabung oder Kraft?

Man sollte auf jeden Fall ein bisschen fit sein, regelmäßig Sport treiben und auf die Ernährung achten. Sonst bekommt man vor allem im Alter Probleme, denn man wird ja nicht jünger. Deshalb setze ich auf körperliche Fitness und ein wenig spezielles Training.

Wie trainiert man denn Entfesselungen?

Bei mir ist das Gute, dass ich eine eigene Produktionsstätte von fast 200 Quadratmetern besitze. Das gibt mir die Möglichkeit, eine Bühne in verschiedenen Größen nachzustellen und ich habe dort auch Hängepunkte in verschiedenen Höhen, mit denen ich üben kann. Da ich allerdings so gut gebucht bin, dass ich die meisten Tricks regelmäßig aufführe, benötige ich gar nicht mehr so viel Training.

Trotzdem ist das Üben doch nicht so einfach, oder? Als Karten-Zauberer setzt man sich abends hin und nimmt die Spielkarten in die Hand – für eine Entfesselung von einer Achterbahn geht das nicht so leicht…

Das stimmt! Meine große Entfesselung von der Achterbahn „Expedition GeForce“ im Holiday Park Haßloch hat ein bisschen Training benötigt. Der ehemalige Besitzer und Gründer Herr Schneider sprach mich 2003 mit der Idee, einen Zaubertrick rund um die Achterbahn vorzuführen, an. Die „Expedition GeForce“ war damals ja das absolute Highlight in Sachen Freizeitpark und wir durften ein halbes Jahr lang abends nach Parkschluss an der Achterbahn trainieren. Ich kettete mich mit einer sieben Meter langen Eisenkette an die Schienen und musste mich befreien, bevor der fahrende Zug über mich rollt. Es war am Ende sehr, sehr knapp, aber ich habe es geschafft. Und meinen Künstlernamen „Steve Waite“ habe ich damals auch entwickelt, weil Herr Schneider meinte, „Stefan Wicht“ liest sich nicht wirklich gut auf dem Plakat einer so spektakulären Show. 

Ihre Entfesselungen können aber auch ganz schön gefährlich sein, wie Sie vor sechs Jahren erleben mussten…

Das stimmt, 2013 hatte ich einen schweren Unfall, als ich aus acht Metern Höhe bei der Entfesselung am brennenden Seil abstürzte. Ich habe einen winzigen Moment nicht aufgepasst und schon war es passiert. Jedoch hatte ich Glück im Unglück und mir platzte nur eine Niere. Wäre ich auf den Kopf gefallen, hätte das alles viel schlimmer ausgehen können. Im Anschluss an den Unfall habe ich einiges an der Nummer verändert, aber nach über 3.000 Aufführungen ist der Respekt vor der Herausforderung weiterhin da. Das brennende Seil wird auch ein Teil meines neuen Bühnenprogramms, allerdings hänge ich dann nur in fünf Metern Höhe.

Wie entstehen die neuen Ideen für Ihre Entfesselungstricks?

Meistens durch Situationen, Anfragen oder Shows. Für eine Sendung von „Joko und Klaas“ entwickelte ich eine Kiste, die auf sechs Meter Höhe gezogen und dann gesprengt wird. Meine Aufgabe ist es, vorher rechtzeitig aus der Kiste herauszukommen. Das war ein absolutes Highlight, das ist im vergangenen Jahr für eine Sendung in Italien noch einmal einstudiert habe, die ähnlich wie das „Supertalent“ bei uns ist. Oder mein absoluter Jugend-Lieblingsfilm „Zurück in die Zukunft“ inspirierte mich zu der Idee, dass man Menschen durch die Zeit schicken könnte. Nun ist es ein Teil meiner Show, dass zwei Zuschauer in eine Kiste auf der Bühne steigen und im gleichen Moment wieder hinter dem Publikum im Saal erscheinen. Mal schauen, ob das auch in Kirchheimbolanden klappt!

Stehen Sie denn am liebsten alleine auf der Bühne oder treten Sie gerne mit anderen Künstlern auf?

Ich bin sehr gerne mit anderen Künstlern zusammen, leider ergibt sich das viel zu selten. Der Kontakt und der Austausch mit anderen ist toll, egal, ob das Zauberer, Artisten oder sonstige Kollegen sind. Darum freue ich mich auch sehr, bei der von Fabian Kelly organisierten „Magie in der Orangerie“ aufzutreten. Wir kennen uns seit über 20 Jahren, haben gemeinsam als Zauberer angefangen und es ist Wahnsinn, was er sich in dieser für einen Namen aufgebaut hat. Als er mich anrief, war für mich gleich klar, dass ich nach Kirchheimbolanden komme. Und die Menschen sollten diese Show auf gar keinen Fall verpassen, weil es richtig viel Unterschiedliches aus diversen Sparten zu sehen geben wird – da ist für jeden garantiert etwas dabei!

Zur Person: Stefan Wicht alias „Steve Waite“

Wohnhaft in Oggersheim

Entfesselungskünstler und Großillusionist, der auf Feuer, Wasser und Luft spezialisiert ist; führender Adrenalin-Magier in Deutschland 

Führte unter anderem seine Entfesselung am brennenden Seil mehr als 3.000 Mal unter anderem im Heide Park Resort, dem Circus Flic Flac, Circus Krone sowie dem Holiday Park Haßloch vor

Präsentiert mehr als 500 Shows jährlich in ganz Europa, China, den USA sowie auf Kreuzfahrtschiffen und dem Showensemble „Starlight Express Bochum“, mit dem er im Auftrag des Disneychannels als erster Magier weltweit seine Stunts und Illusionen vorführen durfte

Ausgezeichnet unter anderem mit dem internationalen Titel „Artist of the year“, den auch David Copperfield sowie Siegfried & Roy erhielten, war Finalist in Italiens Version des „Supertalents“, Wettkönig bei Thomas Gottschalks „Wetten, dass…?“, ist Weltrekordhalter im Entfesseln auf einer fahrenden Achterbahn und magischer Coach von „Joko & Klaas“

Internetseite: www.waite-steve.com

Weitere Informationen zu „Magie in der Orangerie“:
„Magie in der Orangerie – Die 5. Kirchheimbolander Varieté-Nacht“,
Samstag, 9. November 2019, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Stadthalle an der Orangerie, Dr. Edeltraud-Sießl-Allee 2a, 67292 Kirchheimbolanden

Kartenvorverkauf:
Tickets ab 27 Euro (ermäßigt 23 Euro) unter www.stadthalle-Kirchheimbolanden.de und www.reservix.de,
Tickethotline: 01806 / 700733, im Ticket-Shop der RHEINPFALZ und im Büro Stadthalle an der Orangerie, Dr. Edeltraud-Sießl-Allee 4, 67292 Kirchheimbolanden (dienstags von 9 bis 12 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr) Außerhalb dieser Zeiten erhalten Sie Tickets zu den Veranstaltungen in allen Reservix-Vorverkaufsstellen (z. B. Officestar Enders).

 
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