Samstag, 16. Dezember 2017


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Wirtshauskultur bei Winter-Weisse diskutiert

Ochsenfurt, (lifePR) - Zum nunmehr 44. Mal hatte die Ochsenfurter Kauzen Bräu unter Leitung von Brauereichef Karl-Heinz Pritzl zum Forum „Wirtschaft und Behörde" am gestrigen Montag geladen. Gut 90 Teilnehmer folgten einem diskussionswürdigen Vortrag zur „Wirtshauskultur in Bayern" und konnten anschließend bei guter, fränkischer Kost die aktuelle Abfüllung der Kauzen Bräu Winter-Weisse genießen.

Das Forum sei Tradition und habe bei vielen Gästen aus Wirtschaft und Behörde einen festen Platz im Terminkalender eingenommen, so Brauereichef Karl-Heinz Pritzl im Rahmen seiner Eröffnungsansprache. Nur kurz ging er auf die angespannte Situation im deutschen Biermarkt ein, nicht zuletzt durch die diesjährigen Wetterkapriolen hervorgerufen: „Ein zu kühler Jahresbeginn ging fast nahtlos in einen extrem heißen Sommer über. Unter der Trockenheit litten die Ernten der für uns so wichtigen Naturprodukte. Während der Bierabsatz 2015 bundesweit um 0,9 Prozent sank, konnte Bayern einen Anstieg um 1,5 Prozent vermelden. Die Kauzen Bräu hat sich dabei besser als der Markt entwickelt. Dennoch haben alle Brauereien ein schwieriges Jahr hinter sich gebracht. Wir hoffen nun, dass 2016 deutlich besser wird." In seinem kurzen Jahresrückblick hob er besonders den Whisky „Old Owl" Jahrgang 2012 sowie den „Hopfentraum" hervor. Das Hopfenbier sei begrenzt auf 300hl und gebraut aus dem Hopfen des brauereieigenen Anbaus. „Der unterfränkische Single Malt Whisky „Old Owl" hat in diesem Jahr eine Nougat-Note, ist noch runder, weicher und aromatischer als sein Vorgänger. Sowohl der Hopfentraum als auch der Whisky haben sich im Markt gut etabliert und werden gerne gekauft. Beide Getränke eignen sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk, sind aber streng limitiert. Wer also mit dem Gedanken spielt einen dieser beiden Leckerbissen als Weihnachtsgeschenk zu erwerben, muss sich sputen."

Wirtshäuser – Kulturgut auf dem Sterbebett?

Gehandelt als „Geheimtipp" engagierte Karl-Heinz Pritzl als Referenten Professor Doktor Hans Hopfinger von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Das Thema, ein für alle anwesenden Gäste ein durchaus interessantes, versuchte das anhaltende Wirtshaussterben in Bayern zu erklären. Gekonnt, kurzweilig und mit harten Fakten untermauert, erklärte Hopfinger: „Wirtshäuser sind Institutionen mit langer Tradition, sind gelebte bayerische Kultur, Orte der Begegnung, des Austauschs und der Unterhaltung. Wirtshäuser übernehmen viele wichtige soziale Funktionen, ein guter Wirt spart drei Psychiater!" Dieses Kulturgut sei jedoch in Gefahr und liege auf dem Sterbebett. Besonders in ländlichen Regionen, dort wo die Wirtschaft sterbe, blieben immer häufiger die Türen der Wirtshäuser für immer geschlossen, so Prof. Dr. Hopfinger in seinem Vortrag. In Unterfranken existierten 2011 insgesamt 284 Gemeinden mit Wirtshäusern und 24 Gemeinden ohne Schenken. „Kumuliert verbuchen wir damit einen Rückgang um fast 57 Prozent – jetzt ist die Politik gefordert die

Rahmenbedingungen für die bayerische Wirthauskultur auf den Prüfstand zu stellen und für den Fortbestand der Tradition zu sorgen." Die Gründe für das Wirtshaussterben seien mannigfaltig und lägen häufig im Detail. Gründe seien unter anderem fehlende Nachfolge, Mangel an guten Mitarbeitern und Auszubildenden sowie unflexible Behörden und Ämter die ihren zur Verfügung stehenden Ermessensspielraum bei Genehmigungen sehr eng begrenzten. Auch die vielen behördlichen Auflagen seien für kleine Familienbetriebe nicht mehr zu stemmen. „Da wo das Wirtshaussterben in vollem Gange ist, müsste der Staat eingreifen und mit Förderprogrammen gezielt dem Untergang der Kultur entgegen treten", schließt Professor Doktor Hopfinger unter großem Applaus seinen Vortrag.

Winter-Weisse verzaubert Gäste

Üblicherweise bleibt dem Ochsenfurter Oberbürgermeister Peter Juks der Anstich des ersten Fass Winter-Weisse. „Krankheitsbedingt muss Herr Juks heuer auf dies Ehren verzichten. Statt seiner übernimmt der frisch gekürte Träger des Mainfränkischen Gambrinus, Landrat Eberhard Nuß, diese Aufgabe", so Brauereichef Karl-Heinz Pritzl. Und so dauerte es nur zwei Schläge bis Landrat Nuß den Zapfhahn gekonnt ins Spundloch treibt. Schon nach dem ersten Schluck war allen Gästen klar: Die Winter-Weisse der Ochsenfurter Kauzen Bräu ist eins der besten Biere der Region. Die beiden Braumeister der Ochsenfurter Kauzen Bräu Otto Resch und Markus Lifferth erntete großes Lob für ihre Kreation, dass beide gerne annahmen und gewiss an die Kauzen-Brauer weitergeben werden.

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