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Pressemitteilung BoxID: 392161 (Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH)
  • Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH
  • Königstor 3-13
  • 34117 Kassel
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Baubeginn für Windpark in Niestetal

Strom für knapp 8.400 Menschen mit zwei Windrädern

(lifePR) (Kassel, ) Die erste Genehmigung für den Bau des Windparks Niestetal liegt vor. Das Regierungspräsidium Kassel erteilte der Städtische Werke AG für die zwei in Niestetal geplanten Anlagen die Baugenehmigung. Die beiden Anlagen in Niestetal und fünf weitere in Söhrewald, deren Genehmigung in Kürze erwartet wird, fassen die Städtischen Werk im Windpark Söhrewald/Niestetal zusammen.

Bevor die Windanlagen errichtet werden können, müssen nach Angaben des Unternehmens zunächst die Zufahrtswege und die Gelände für die Fundamente vorbereitet werden. Vorbereitend für diese Arbeiten begannen bereits am Mittwoch, 6. März 2013, im Wald an der "Schanze" in Niestetal die erforderlichen Baumfällarbeiten. Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, ist optimistisch: "Die eigentlichen Erdarbeiten für Zuwegungen beginnen Ende April. Die Fundamente der Anlagen werden im Sommer gebaut und das eigentliche Aufstellen soll im Herbst erfolgen. Nach den Tests und der Abnahme der Anlagen werden sie voraussichtlich ab Ende Dezember erstmals Strom produzieren und ins Netz einspeisen." Wenn der Windpark mit seinen sieben Anlagen á 2,3 Megawatt Leistung fertig gestellt ist, wird er nach Angaben Helbigs im Jahr rund 44.000.000 Kilowattstunden Strom produziert - genug für knapp 30.000 Menschen. Als Verbrauch liegen 3.000 Kilowattstunden pro Haushalt bei durchschnittlich zwei Bewohnern zugrunde. Der Windpark Söhrewald/Niestetal wird einer der ersten der neuen Generation in Nordhessen sein. Lag die Nabenhöhe der Anlagen bisher bei bis zu 65 Metern, so liegt sie heute bei 142 Metern. "Die Anlagen sind zwar höher, dafür benötigen wir weniger. Denn je höher, desto stärker und zuverlässiger weht der Wind. Damit steigt nicht nur die Ausbeute, sondern vor allem die Zeit, in der die Anlagen Strom produzieren. Bei älteren Windparks rechnet man mit einem durchschnittlichen Volllastbetrieb von 1.500 Stunden im Jahr, wir gehen im Söhrewald von 3.000 Stunden aus", erläutert Helbig.

Andreas Siebert, Bürgermeister von Niestetal, freut sich: "Niestetal ist schon heute bei den erneuerbaren Energien bestens aufgestellt. Dass jetzt noch die Windkraft dazu kommt, freut mich besonders. Denn die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir möglichst viele unterschiedliche Erzeugungsarten kombinieren."

Der Landesbetrieb Hessen-Forst, auf dessen Flächen der Windpark errichtet wird, begrüßt die erteilte Genehmigung. Immerhin handelt es sich um das erste erfolgreiche Projekt der gemeinsamen Vorhaben und die ersten Windräder im nordhessischen Staatswald. Für das örtliche Forstamt Hessisch-Lichtenau findet ein intensiver Abstimmungsprozess während der Vorbereitungszeit seinen Abschluss, um die Eingriffe in die Waldfläche zu minimieren und die forstlichen und naturschutzfachlichen Belange zu berücksichtigen.

Für die Städtischen Werke und Ihre Partner der Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) unterstreicht der Windpark Söhrewald/Niestetal beispielhaft den Unterschied zu den bekannten Ökostromanbietern: "Wir produzieren schon heute mit dem Biogas aus unserem Anlagen Strom für 70.000 Menschen. Schon heute produziert unser Biomassekraftwerk rechnerisch Strom für 15.000 Menschen und Wärme für 3.000 Haushalte. Unsere Photovoltaikanlagen, unsere Wasserkraftanlage und unsere Blockheizkraftwerke versorgen über 6.200 Menschen mit Strom. Mit den Windkraftprojekten kommen wir dem Ziel näher, die gesamte Region überwiegend dezentral und regenerativ zu versorgen, so Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der Städtische Werke AG und Geschäftsführer der SUN.

Andreas Helbig streicht ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu deutschlandweit agierenden Projektentwicklern heraus: "Regionale Akteure wie wir stellen den Nutzen für die Menschen vor Ort in den Vordergrund. Wir geben den Menschen durch Beteiligungsmöglichkeiten die Chance, von den erneuerbaren Energien selbst zu profitieren. Projektentwicklerdagegen bündeln Investoren aus der gesamten Republik - und dorthin fließt auch die Rendite zurück. Bei uns bleibt sie in Nordhessen."

Andreas Helbig bittet die Menschen in Niestetal um Verständnis für mögliche Einschränkungen für Wanderer oder Reiter durch die jetzt angelaufen Arbeiten: "Die Eingriffe versuchen wir so gering wie möglich zu halten. Das gelingt uns glücklicherweise auch durch die Zustimmung von Hessen-Mobil, die uns erlaubt, die schweren Bauteile der Windkraftanlagen im Spätsommer direkt von der Autobahn über eine temporäre Autobahnbehelfsabfahrt auf die Baustelle in Niestetal zu bringen."