Mittwoch, 20. September 2017


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Unter dem Durlacher Tor gelingt der Bahnsteigwechsel sogar schon ohne Gleise

Karlsruhe, (lifePR) - In der Haltestelle Durlacher Tor lässt sich zum jetzigen Stand der Bauarbeiten bereits erahnen, wie das Innenleben der Haltestellen später beim Fahrbetrieb mit den in der Innenstadt von Karlsruhe verkehrenden Bahnen abläuft. Denn eine der beiden Zwischenebenen, die in halber Höhe der Haltestelle ähnlich wie eine breite Brücke die später einmal darunter liegenden Gleise queren, ist im Rohbau fertiggestellt. Die Zwischeneben, die in sechs unterirdischen Haltestellen eingebaut werden, ermöglichen dem Fahrgast die Orientierung oder auch den Wechsel der Fahrtrichtung, ohne dass er sich außerhalb der Haltestelle begeben muss: Auf der Zwischenebene erst kann die Entscheidung fallen, welcher Bahnsteig der Richtige ist. Eine nochmals nach unten führende Treppe, Rolltreppe oder ein Aufzug führt schließlich von der Zwischenebene zum Bahnsteig. Eine solche Zwischenebene verbindet auch die Haltestellen Marktplatz und Lammstraße miteinander, damit Fahrgäste zum Umsteigen innerhalb der Haltestellen bleiben können. Nur in einer Haltestelle wird es keine solchen Zwischenebenen geben: Die Haltestelle Kongresszentrum liegt in so geringer Tiefe unter der Oberfläche, dass die Zwischenebene in der Praxis durch die Oberfläche gebildet wird – sie war aus diesem Grund auch als erste im Rohbau fertig, die nächste wird die Haltestelle Durlacher Tor sein.

In den übrigen fünf Haltestellen läuft der Bau der endgültigen Stationswände sowie der Innenwände wie am Schnürchen: In der Haltestelle Europaplatz entstehen die 80 Zentimeter dicken Stationswände demnächst mit zwei statt nur einem Schalsatz, in den Haltestellen Lammstraße, Kronenplatz, im Gleisdreieck Marktplatz und im Mittelteil der Haltestelle Ettlinger Tor – dem Kombi-Bauwerk – beherrscht ebenfalls der Rhythmus vom Bewehren zum Betonieren und dann wieder zum Bewehren des nächsten Abschnitts die Arbeiten. Innen- oder Zwischenwände entstehen unter dem Marktplatz, am Durlacher Tor, in der Haltestelle Kronenplatz und im Südkopf des Ettlinger Tors.

Eine Zwischenebene ist auch am Marktplatz bereits im Bau. Unter dem Marktplatz werden zudem auch noch die Aussparungen für die inzwischen abgebrochenen Stützen in der Sohle zubetoniert. Der bisher an der Oberfläche auf dem Berliner Platz abgedeckte Fahrgastzugang Waldhornstraße Nord der Haltestelle Kronenplatz ist freigelegt worden und wird jetzt wie auch die Stationswände in diesem Bereich hergestellt. Diesen Schritt hat die Haltestelle Kongresszentrum längst hinter sich: Hier werden schon die Bahnsteigplatten betoniert.

In der Tunnelröhre zwischen Europaplatz und Lammstraße einerseits und zwischen Marktplatz und Kronenplatz andererseits werden seitlich auf dem inzwischen eingebauten Sohlbeton die Notwege gebaut. In diese werden die Kunststoffrohre, die die elektrischen Leitungen für den späteren Fahrbetrieb aufnehmen, integriert.

Noch immer wird das Gewölbe der Innenschale des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße bewehrt: Mit dem „Bewehrungswagen“, einem auf Schienen fahrenden Gerüst, werden die teilweise schon vorgebogenen stählernen Bewehrungen an der Spritzbetonwand angebracht. Der für diesen 250 Meter langen Tunnelabschnitt eigens konstruierte Schalwagen wird bereits von Norden nach Süden die Innenschale betonieren, während vor ihm der Bewehrungswagen noch im Einsatz ist. Der Schalwagen wird seit der zurückliegenden Woche auf 17 LKW in Einzelteilen an der Baustelle angeliefert und im Tunnel zusammengebaut. Ab Anfang August nimmt er seine (Betonage-)Arbeit auf, voraussichtlich im Spätherbst wird die Innenschale des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße fertiggestellt sein.

Zwischen Kronenplatz und Europaplatz dauert die Demontage der großen blauen Wasserleitung, der Havarieleitung, noch an. In der dritten Juli-Woche wollen die Arbeiter alle blauen Rohre abgeschraubt haben. Der Wasserbehälter am Durlacher Tor ist bis Ende dieser Woche verschwunden.

Voran geht es auch bei den Arbeiten an der Oberfläche: In der Durlacher Allee zwischen Melanchthon- und Bernhardstraße entstehen auf der Nordseite der Durlacher Allee Gehweg und Parkbuchten, auf der Südseite der Durlacher Allee zwischen Kapellen- und Ostendstraße der Geh- und Radweg, Parkplätze und eine Bushaltestelle. Die endgültige Gestaltung der Ettlinger Straße ist auf der stadteinwärts führenden, östlichen Fahrbahn angekommen: Hier müssen die Straße, der Rad- und Gehweg neu angelegt werden.

Beim Teilprojekt Kriegsstraße der Kombilösung laufen im östlichsten Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee die Arbeiten am (Vor-)Verbau weiter. Im Baufeld W2 zwischen Lamm- und Ritterstraße haben die Arbeiten am Vorverbau und den Leitwänden für die Herstellung der Schlitzwände, dem eigentlichen Baugrubenverbau, ebenfalls begonnen und werden fortgesetzt. Die Kampfmittelerkundung konnte in beiden Baufeldern vorerst abgeschlossen werden.

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