Samstag, 23. September 2017


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Arbeitsunfall unter Karl-Friedrich-Straße ging glimpflich aus - Auch in der Ferienzeit laufen die Betonpumpen

Karlsruhe, (lifePR) - Ein Arbeitsunfall im Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße am gestrigen Abend ging glücklicherweise glimpflich aus: Gegen 19 Uhr war ein 37 Jahre alter tschechischer Arbeiter beim Reinigen des Schalwagens von einer Leiter drei Meter in die Tiefe gefallen. Er konnte sich jedoch trotz starker Schmerzen noch alleine bewegen und wurde von seinen Kollegen durch die Schleuse aus dem Druckluftbereich der Tunnelbaustelle herausgebracht, wo er dann auch sofort dank der reibungslos funktionierenden Meldekette von Sanitätern und einem Notarzt in Empfang genommen und versorgt wurde. Die Nacht auf den heutigen Freitag (25. August) verbrachte er zur Beobachtung im Städtischen Klinikum - von wo aus er nach Angaben seiner Kollegen aber bereits heute wieder ins Wochenende starten wollte. Dem wiedersprachen aber zunächst die Ärzte: Der Mann wird zumindest noch den heutigen Tag im Klinikum verbringen.

Unterdessen laufen die Arbeiten auch in den Sommerferien bei der Kombilösung weiter: Beim Teilprojekt Stadtbahntunnel wird unentwegt an der Fertigstellung des Rohbaus gearbeitet. So wird in der nächsten Woche ein Portal – der Übergang von der Haltestelle zur Tunnelröhre – unter dem Europaplatz betoniert. Gleich daneben entstehen auch am laufenden Meter die Innenwände der Station sowie die Zwischendecken und die Treppenzugänge.

Auf Hochtouren laufen die Betonpumpen auch in den Haltestellen Lammstraße, Kronenplatz, im Gleisdreieck und im Kombi-Bauwerk, in denen ebenfalls die Stationswände hergestellt werden und auch die endgültige Wand, die die Dreiecksstütze für den Deckel im Gleisdreieck umgibt. Über mehrere Wochen dauert der Einbau der Zwischendecke im Gleisdreieck, die Technikräume für den späteren Straßenbahn- und Stadtbahnbetrieb aufnehmen wird und zusätzlich für Fahrgäste eine Umsteigemöglichkeit zwischen den Haltestellen Marktplatz und Lammstraße bietet. Mit vielen Kubikmetern Beton ist auch die Herstellung des östlichsten Teils des Deckels im Gleisdreieck verbunden. An Treppenzugängen wird außer unter dem Europaplatz auch am Kronenplatz und in der Lammstraße gearbeitet.

Solche Rohbauarbeiten sind in der Haltestelle Durlacher Tor schon abgeschlossen. Hier werden – wie seit April bereits in der Haltestelle Kongresszentrum – im Rahmen des Innenausbaus die Pritschen für Kabel und die Löschwasserrohre unter den Bahnsteigen installieren, bevor diese ihre begehbare Oberfläche aus Beton erhalten.

In der Tunnelröhre zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor werden jetzt die Stahlschotts abgebaut: Sie waren während des Erdaushubs in den Stationen verschlossen und hätten das im Havariefall zur Sicherheit der Haltestelle eingeleitete Wasser daran gehindert, sich über die betroffene Haltestelle hinaus in die Tunnelröhre und in andere Haltestellen auszubreiten.

Beim Gewölbe der Innenschale für den Tunnel unter der  Karl-Friedrich-Straße ist nun schon die zweite Betonage eines acht Meter langen Abschnitts im Aufweitungsbereich des Tunnels, der „Trompete“, erfolgt – aus diesem Grund sollte der Schalwagen von dem dann durch den Sturz von der Leiter verletzten Mitarbeiter gereinigt werden. Damit sind 16 Meter Röhre mit der Innenschale ausgestattet, 16 weitere Meter müssen noch betoniert werden, bis dann die Betonage des Regelquerschnitts mit 21 Abschnitten von jeweils zehn Meter beginnt.

Im Kreuzungsbereich des Ettlinger Tors fließt der Autoverkehr von Ost nach West inzwischen in einer flachen Kurve über den Deckel des Kombi-Bauwerks. Das Abbiegen aus der Ettlinger Straße heraus nach links (Westen) in die Kriegsstraße ist jetzt wieder möglich. Auch stehen beide Fahrspuren von West nach Ost wieder für Autos zur Verfügung. Zwischen den Fahrspuren arbeiten die Stadtwerke an einer Fernwärmeleitung.

Die Kapellenstraße ist für den Autoverkehr voraussichtlich ab 31. August wieder in beide Richtungen offen – jedoch steht jeweils nur eine Fahrspur zur Verfügung. Grund ist die Anpassung der Gleise in der Kapellenstraße, die anders als bisher an eine Schienenkreuzung auf dem Durlacher Tor angeschlossen werden.

In der Ettlinger Straße entstehen die Autofahrspur, der Radweg und der Gehweg auf der  Ostseite. Voraussichtlich bis zum Spätherbst sind die Arbeiten an der Oberfläche der „neuen“ Ettlinger Straße abgeschlossen.

Auch die Kriegsstraße kennt keine Sommerpause: Der Schlitzwandgreifer gräbt ununterbrochen Sand und Kies im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Herrenstraße aus dem Boden. In die so entstehenden Schlitze – schmale „Schächte“ mit einer Tiefe von bis zu 25 Metern - werden einzelne Stahlbohlen, zusammengestellt zu Spundwänden eingestellt, die das Baufeld rundum gegen Grundwasser abdichten. Leitwände sind noch auf dem Bauplan im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee – sie werden später dem Schlitzwandgreifer die exakt senkrecht nach unten führende Richtung geben. Im Baufeld O 4 zwischen Meidingerstraße und Ettlinger Tor dauert der Abbruch der Fußgängerunterführung Kreuzstraße an.

Aktuelle Verkehrsinformationen zu Baustellen und Umleitungen gibt es im Mobilitätsportal der TechnologieRegion Karlsruhe: mobilitaet.trk.de

Aktuelle Informationen zum ÖPNV in der Region: kvv.de

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