Montag, 18. Dezember 2017


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Am Marktplatz ist Start zur letzten Gleis-Begradigung

Karlsruhe, (lifePR) - Die Arbeiten zur Beseitigung nun auch der letzten oberirdischen Verschwenkung der Gleise in der Kaiserstraße haben begonnen: Im nordöstlichen Teil vom Marktplatz wurde ein Baufeld eingerichtet, unter dem ein Hohlraum verfüllt wird, der seit dem Bau des Gleisdreiecks in dessen östlichem Abschnitt als Provisorium entstanden ist. Mit der Fertigstellung der Schlitzwände des Gleisdreiecks im November 2013 erhielt das Bauwerk einen provisorischen, nah an der Oberfläche liegenden Deckel aus Stahlträgern mit aufgelegten Betondielen. Darunter wurde seitdem weitergearbeitet: Die endgültigen Wände entstanden – und zum Schluss jetzt auch der endgültige, tiefer als das Provisorium liegende Deckel des Gleisdreiecks. Dieser Hohlraum wird verfüllt und verdichtet. Im weiteren Verlauf der Arbeiten wird in den Herbstferien ab 27. Oktober und über die beiden Feiertage 31. Oktober und 1. November hinweg bis zum 6. November frühmorgens der Schienenverkehr in der Kaiserstraße zwischen Europaplatz und Kronenplatz gesperrt. Dann erstreckt sich zwischen der Lammstraße und der Haltestelle Marktplatz ein weiteres Baufeld. In diesem wird einerseits das Deckelprovisorium über dem Gleisdreieck abgebrochen und der restliche Hohlraum nach oben hin aufgefüllt, und anderseits werden die Schienen in ihre alte Lage „geradeaus“ gebracht. Außerdem werden Fahrgastzugänge – eine Treppe und ein Aufzugsschacht - für die Haltestelle Lammstraße, die sich jetzt noch – abgedeckt – unter den Gleisen befinden, freigelegt und betoniert und schließlich auch die Oberfläche der Kaiserstraße im Gleisbereich wieder hergestellt. Zur Querung des Marktplatzes auf der Marktplatz-Südseite gibt es eine Ost-West-Fußgängerfurt auf Höhe der Pyramide, zur Querung der Kaiserstraße in Nord-Süd-Richtung eine weitere Fußgängerfurt direkt westlich an den Marktplatz anschließend.

Bei den unterirdischen Rohbauarbeiten in den Haltestellen werden unter dem Europaplatz im östlichen Bereich die Primärstützen, die bisher den Haltestellendeckel mitgetragen haben, abgebrochen. In der Haltestelle zudem die Innen- und Zwischenwände hergestellt. Auch in der Haltestelle Lammstraße werden die Innenwände betoniert. Hier wie auch im Gleisdreieck, in den Haltestellen Marktplatz und Kronenplatz – werden Zwischendecken für die Verteilung der Fahrgäste auf die von ihnen angesteuerten Bahnsteige eingebaut. In der Haltestelle Durlacher Tor entstehen bereits die Bahnsteigoberflächen. Oben über der künftigen unterirdischen Haltestelle wächst mit jedem Tag die künftige Gleiskreuzung an der Nahtstelle zwischen Durlacher Tor und dem Beginn der Kaiserstraße.

Im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor werden die endgültigen Stationswände hergestellt. Begonnen haben auch schon die vorbereitenden Arbeiten zur Demontage der Schleusenanlage, da der Luftdruck beim Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße inzwischen auf 0,2 bar abgesenkt werden konnte. Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor sind die Arbeiter mit der Herstellung der Innenwände und der Zwischendecke beschäftigt., der Abschluss der Stahlbetonarbeiten ist noch für diesen Monat vorgesehen.

Wegen der enormen Länge dauern in den beiden Tunnelröhrenabschnitten zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße und zwischen Gleisdreieck und der Haltestelle Kronenplatz  und im Tunnelabschnitt zwischen den Haltestellen Ettlinger Tor und Kongresszentrum die Arbeiten an den Randwegen an: In diese werden Leerrohren für die Elektrokabel für die Zug- und Sicherheitstechnik integriert.

Unter der Karl-Friedrich-Straße wächst das Gewölbe der Innenschale des Tunnels abschnittsweise: Jeder Abschnitt des Regelquerschnitts – er ähnelt mit seiner liegend ovalen Form einem Fischmaul – ist zehn Meter lang und wird Stück für Stück mit dem Schalwagen angefahren und anschließend betoniert. Derzeit schaffen die Arbeiter einen Abschnitt pro Arbeitstag.

Oben in der Karl-Friedrich-Straße wird die Oberfläche des Rondellplatzes komplett wiederhergestellt, die kreisrunde Pflasterung um die Verfassungssäule vervollständigt. Deshalb ist die Karl-Friedrich-Straße ab 16. Oktober für etwa drei Wochen für Autos nur von Norden – also von der Hebelstraße und dem Marktplatz aus – erreichbar. Die Zufahrt von Norden ist jedoch auch lediglich drei Meter breit.

In der Ettlinger Straße laufen die Arbeiten an der Oberfläche für den Endzustand von Fahrbahnen, Geh- und Radwegen.

In der Kriegsstraße ist der Schlitzwandgreifer jetzt auf dem Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee zu beobachten: Er gräbt lange und in diesem Bereich bis zu 18 Meter tiefe Schlitze. In diese werden stählerne Spundwände zum Abdichten der Baugrube eingestellt. Im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße – hier sind die Spundwände bereits in die Schlitze „versenkt“ worden - wird die Weichgelsohle hergestellt, die die Baugrube nach unten abdichtet. Zudem läuft hier der Aushub von Erdreich bis zur ersten (obersten) Lage der Anker. In den bis auf eine Zwischenebene bereits ausgehobenen Teilen erfolgt bereits die Rückverankerung der Spundwände. Im Bereich der Baufelder O 3 und O 4 zwischen Fritz-Erler-Straße und Ettlinger Tor ist die Verschwenkung der Autofahrbahnen erfolgt, um in den freigewordenen Bereichen die Fahrbahn für den Kfz-Verkehr während der Bauzeit des Straßentunnels in diesen Abschnitten herstellen zu können. Die eigentlichen Straßenbauarbeiten beginnen in der kommenden Woche.

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