Donnerstag, 23. November 2017


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Ab sofort entsteht die Innenschale des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße

Karlsruhe, (lifePR) - Unter der Karl-Friedrich-Straße mitten in der Innenstadt hat ein neue, entscheidende Bauphase begonnen: Das Gewölbe der Innenschale des 250 Meter langen Tunnelabschnitts zwischen den künftigen unterirdischen Haltestellen Marktplatz und Ettlinger Tor entsteht. Dabei wird in Nord-Süd-Richtung – also vom Marktplatz unter dem Rondellplatz hindurch in Richtung Kriegsstraße – zunächst der Aufweitungsbereich mit der Innenschale hergestellt: Die Arbeiter stellen mit dem eigens für diesen Tunnel konstruierte Schalwagen in Abschnitten von jeweils acht beziehungsweise zehn Metern die endgültige Tunnelröhre her. Die erste Betonage dauerte zwölf Stunden, in denen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 170 Kubikmeter Beton aus 23 Betonmischfahrzeugen über ein Rohr nach unten gepumpt wurden. Die Röhre ist allerdings nicht kreisrund, sondern gleicht einem liegenden Oval. Eine Besonderheit des Schalwagens ist seine „Anpassungsfähigkeit“: Er kann sowohl im für drei Gleise ausgelegten Aufweitungsbereich – der so genannten „Trompete“ - die für die Betonage notwendige Schalung ausbilden wie auch langsam verjüngend bis hin zum nur noch für eine Breite von zwei Gleisen ausgelegten Tunnelabschnitt.  Gleichzeitig ist aber auch noch der Bewehrungswagen im Einsatz, der den Regelquerschnitt des Tunnels ebenfalls von Norden nach Süden bewehrt. Die Innenschale wird bis voraussichtlich im Spätherbst abgeschlossen sein.

„Oben“ am Ettlinger Tor steht ebenfalls ein weiterer Zwischenschritt an: Ab Montag, 7. August, wird wegen der anstehenden Verlegung der beiden Fahrspuren von Ost nach West einer der beiden Spuren gesperrt – voraussichtlich für zwei Wochen. In dieser Zeit wird die Oberfläche des Deckels des Kombi-Bauwerks asphaltiert, so dass anschließend das von Osten nach Westen führende „U“ einen deutlich flacheren Verlauf nimmt.

In den anderen Tunnelabschnitten und Haltestellen des Kombilösungs-Teilprojekts Stadtbahntunnel ist der Rohbau ebenfalls in vollem Gange: In den Haltestellen entstehen die Wände, Zwischenwände und Zwischenebenen, auch die Treppenauf- und Treppenabgänge wie beispielsweise in den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße, im Gleisdreieck, in der Haltestelle Kronenplatz sowie am Marktplatz und im Kombi-Bauwerk unter dem Ettlinger Tor. Im Gleisdreieck sind die Arbeiter noch mit der Herstellung eines kleinen Teils des Deckels beschäftigt: Bisher erfolgte die Absicherung des darunter liegenden Bauwerks mit einer Stahlträgerdecke. Auch die Dreiecks-Stütze, die den Haltestellendeckel mitträgt, bekommt ihre endgültige Stahlbetonhülle.

Auch die Haltestelle Europaplatz, in der erst Anfang Juni der letzte Sohlenabschnitt betoniert wurde, steht mit dem Aufbau der Schalgerüste inzwischen schon vor dem Einbau der ersten Zwischendecke. In der Haltestelle Durlacher Tor entstehen die Treppenläufe und die Verbindungs- oder Verteilerebenen, über die die Fahrgäste die Bahnsteige wechseln werden, die Maurer arbeiten an den Betriebsräumen für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und an den Sockelwänden für die Aufzüge. Auch die Schotterbegrenzungswände - die die vordere Kante des Bahnsteigs bilden – werden betoniert. An der Haltestelle Kongresszentrum wird der Eingang Süd-Ost eingeschalt.

In den Tunnelabschnitten zwischen den Haltestellen sind die Arbeiter mit den Notwegen beschäftigt: Diese Wege mit darin integrierten Leerrohren für die elektrotechnische Ausrüstung werden in den Abschnitten der Tunnelröhre zwischen Europaplatz und Kronenplatz betoniert.

Vor Ende der kommenden Woche wird die Nordseite der Durlacher Allee – also die stadteinwärts führende Fahrbahn zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor – für den Autoverkehr freigegeben. In der Ettlinger Straße entsteht die östliche – also die stadteinwärts führende – Fahrbahn: Rad- und Gehweg werden gebaut, danach auch die eigentliche Fahrbahn.

In der Kriegsstraße entstehen im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Herrenstraße die Schlitzwände. Stählerne Spundwände werden in die Schlitze eingestellt, die dann das Baufeld rundum gegen Grundwasser abdichten. Im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee laufen noch die Arbeiten an den Leitwänden, die dem Schlitzwandgreifer des Baggers die exakte Richtung für die senkrecht herzustellende Schlitzwand vorgeben.

Für eine Nacherkundung noch nicht ausgeräumter Kampfmittelverdachtspunkte muss zwischen Rüppurrer Straße und Henriette-Obermüller-Straße der Straßenverkehr auf der Ludwig-Erhard-Allee stadtauswärts nochmals vom 7. August. bis zum 11. August auf einem Fahrstreifen geführt werden. Im Baufeld O 4 zwischen Meidingerstraße und Ettlinger Tor wird die Fußgängerunterführung Kreuzstraße, beginnend auf der Nordseite der Kriegsstraße, abgebrochen.

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