Sonntag, 24. September 2017


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Unternehmertag fördert den Dialog zwischen Designern und Unternehmern

Design am Oberrhein auf der EUNIQUE 2012

Karlsruhe, (lifePR) - Das Interreg-Projekt "Design am Oberrhein" lud am 4. Mai 2012 zu einem Unternehmertag auf der EUNIQUE, Messe für Angewandte Kunst und Design, ein. Knapp 100 Unternehmer hatten sich zu diesem Tag angemeldet, um mit den jungen Nachwuchsdesignern der Hochschulen von Karlsruhe, Straßburg, Basel und Offenburg in Dialog zu treten. Diese präsentierten sich in der Messe Karlsruhe bereits zum zweiten Mal in einer Gemeinschaftsausstellung.

Zu sehen waren hier zum Beispiel die Ergebnisse eines kürzlich in den Vogesen realisierten kollaborativen Workshops mit 50 Studierenden und den elsässischen Industriepartnern Evolon und Alsapan. Die Studierenden gingen auf dem Chateau de Lichtenberg für eine Woche in Klausur, um für und mit diesen Herstellern Prototypen zu entwerfen. Dieser aufwändige Workshop kam dank der finanziellen Unterstützung von Interreg, dem Engagement der UdS und natürlich der Industriepartner zustande (siehe http://vimeo.com/channels/designamoberrhein).

Gleichzeitig konnten die Besucher der Ausstellung mitverfolgen, wie angehende Designer in einem mobilen Design-Campus kollaborativ arbeiten und Entwurfs- und Gestaltungsprozesse in der kreativen Dynamik eines temporären Zusammenschlusses entstehen.

Im Workshop PULSA ging es um das Dreispitzareal in Basel, einem der größten Bauprojekte in der Schweiz. Mitten in der Stadt entsteht ein neues Quartier, auf dem Architekten wie Herzog & de Meuron und Bjarke Ingels Group bauen. Für den dortigen Freilagerplatz entwarfen die Studierenden im Rahmen eines Wettbewerbs ein flexibles Beleuchtungskonzept.

Alle an einen Designer gestellten Anforderungen wie Vorgaben des Auftraggebers, örtliche Rahmenbedingungen, Einhaltung von Bestimmungen, Terminen und des Budgets usw. wurden hier unter Anleitung von Prof. Wagner, HGK Basel umgesetzt.

Die Firma KATZ GmbH & Co. KG, Weltmarktführer für Bierdeckel mit Hauptsitz bei Gaggenau, stellte den jungen Gestaltern die Aufgabe, aus dem Basismaterial für Bierdeckel, der Holzschliffpappe, ein Objekt zu entwerfen. Dieser Workshop wurde von der Kommunikationsdesignerin Simoné Gier geleitet.

"Was ist die raffinierteste Innovation, was ist das zukunftsträchtigste Produkt am Markt ohne ein angemessenes Design?", fragte die Geschäftsführerin der Karlsruher Messeund Kongress-GmbH, Britta Wirtz, bei ihrer Begrüßungsansprache zum Unternehmertag.

Dass in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein zahlreiche hochqualifizierte Design- Fachkräfte ausgebildet werden und sich nach ihrem Hochschulabschluss auch in der Region ansiedeln und so für Unternehmen als Dienstleister direkt vor Ort zur Verfügung stehen, eröffnet für Unternehmen dieser Region optimale Bedingungen, dieses reiche kreative Potenzial zu nutzen.

"Die Bündelung der Ressourcen von Hochschulen, Industrie, Messeveranstaltern und Verbänden ist grundlegend, um die Trinationale Metropolregion Oberrhein als Region für gute Gestaltung bekannt zu machen. Das Projekt Design am Oberrhein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Anbieter und Nachfrager von Designleistungen zu identifizieren und zusammen zu bringen. Veranstaltungen zur gegenseitigen Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft sind somit ein wichtiges Instrument für die Entwicklung des Designstandortes Oberrhein", betonte Regina Claus, Projektleiterin Design am Oberrhein, die damit den Leuchtturmcharakter des Design am Oberrhein-Projekts hervorhob.

Zwei Impulsvorträge sollten für die Integration von Design in die Unternehmensentwicklung sensibilisieren. Der Industriedesigner Daniel Eltner, der im Bereich Tischkultur für WMF, Auerhahn, Walküre und sein eigenes Studio DESTUDIO ELTNER entwirft, sprach in seinem Vortrag über die Aufgabe von Design, das sich an den körperlichen, seelischen und kulturellen Bedürfnissen des Menschen zu orientieren habe. Melanie Stier aus dem Bereich Creative der KATZ GmbH & Co. KG zeigte in ihrem Best Practice-Beispiel, wie ein Unternehmen mit einem interdisziplinären Marketingteam im eigenen Haus und einer gut durchdachten Corporate Design-Strategie zukunftsfähig gemacht werden kann.

Die Oberrhein-Region ist ein Wirtschaftsraum mit sechs Millionen Menschen, einer Wirtschaftskraft von 170 Milliarden Euro und mit einer florierenden Kreativwirtschaft, deren wichtigster Sektor die Design-Wirtschaft bildet. Der Unternehmertag bot ein Forum, Interessierte auf die Potenziale aufmerksam zu machen und Unternehmer und Designer miteinander in Kontakt zu bringen. Das große Interesse seitens der Unternehmerschaft zeigt, dass solche Vernetzungsangebote notwendig und erwünscht sind.

Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK)

Design am Oberrhein / Design Rhin Supérieur vernetzt Unternehmen, Hochschulen für Gestaltung, Messeveranstalter, Kammern und Verbände. Durch Kooperationen und permanenten Austausch soll das Wirtschaftspotenzial der trinationalen Metropolregion als innovativer Designstandort gezielt ausgeschöpft werden. Träger des Interreg-geförderten Projekts ist die Freiburger Kultur- und Medieninitiative artforum3 e.V, initiiert wurde es von Björn Barg, Projektleiterin ist Regina Claus, claus@design-am-oberrhein.eu Partnerhochschulen: Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW Basel, Ecole supérieure des arts décoratifs, ESAD, Université de Strasbourg, Master Design, Hochschule Offenburg, Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Le Quai Ecole Supérieure d'Art. Weitere Projektpartner: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, CCI Chambre de Commerce et d'Industrie de Strasbourg et du Bas-Rhin, IHK Karlsruhe, IHK Südlicher Oberrhein, IHK Pfalz, Kulturamt Karlsruhe, Freiburg Wirtschafts Touristik Messe GmbH, TechnologieRegion Karlsruhe, Regio Basiliensis, Basel. Laufzeit: 1.10.2010 - 30.9.2013.

Weitere Informationen: www.design-am-oberrhein.eu / www.design-rhin-superieur.eu Projektträger: artforum3 e.V., Insel 3, D-79098 Freiburg. www.artforum3.de

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