Dienstag, 12. Dezember 2017


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1,9 Millionen Euro für das Haftvermeidungsprojekt "Schwitzen statt Sitzen" - Projekt ermöglicht es Verurteilten, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können, gemeinnützige Arbeit zu leisten statt eine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten

Justizminister Rainer Stickelberger: "Bestens investiertes Geld, womit gleichzeitig Haftkosten vermieden und Resozialisierungschancen eröffnet werden"

Stuttgart, (lifePR) - Für das Projekt "Schwitzen statt Sitzen" hat das Land Mittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro bereit gestellt. Das Projekt dient der Haftvermeidung - dazu vermittelt das Netzwerk Straffälligenhilfe Verurteilte in gemeinnützige Arbeit. "Das Geld, das wir für das Projekt ,Schwitzen statt Sitzen' zur Verfügung stellen, ist bestens investiert", sagte Justizminister Rainer Stickelberger am Mittwoch (25. April 2012) in Stuttgart: "Auf der einen Seite spart das Land auf diese Weise Haftkosten. Auf der anderen Seite ist die Vermittlung in gemeinnützige Arbeit ein sehr wichtiger Beitrag zur Resozialisierung." Denn die Betroffenen würden nicht aus ihrem sozialen Umfeld gerissen. Zudem seien viele von ihnen über einen langen Zeitraum hinweg ohne Arbeit gewesen. In der gemeinnützigen Arbeit würden sie beispielsweise einen geregelten Arbeitsrhythmus kennenlernen, was ihnen die spätere Arbeitssuche erleichtere.

Seit dem Jahr 2008 ist das Netzwerk Straffälligenhilfe landesweit zuständig für das Projekt "Schwitzen statt Sitzen". Es vermittelt diejenigen in gemeinnützige Arbeit, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können und deshalb mit einer Ersatz freiheitsstrafe rechnen müssen. Einsatzstellen werden auch dann vermittelt, wenn die gemeinnützige Arbeit als Bewährungsauflage oder für die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens wegen geringer Schuld auferlegt wurde. Im Jahr 2010 wurden durch das Projekt mehr als 200.000 Hafttage vermieden.

"Mit dem Projekt ,Schwitzen statt Sitzen' erreichen wir eine Win-Win-Situation im besten Sinn: Der Einzelne profitiert ebenso davon wie die gesamte Gesellschaft", sagte der Justizminister: "Deshalb werde ich alles daran setzen, das Projekt für die Zukunft finanziell abzusichern."

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