Sonntag, 22. Juli 2018


  • Pressemitteilung BoxID 376377

Aus aktuellem Anlass: Ethisch und tierschutzrechtlich inakzeptabler Einsatz von Gewalt im Hundetraining

Freiburg, (lifePR) - Seit Anfang dieser Woche kursiert im Internet ein Videoclip, bei dem zu sehen ist, wie ein Schäferhund mit einen metallenen Futternapf massiv ins Gesicht/ vor die Schnauze geschlagen wird. Wie Herr Grewe und Herr Fass als beteiligte Personen inzwischen in Stellungnahmen im Internet bestätigt haben, handelt es sich bei diesem Clip um einen Ausschnitt während eines Canis-Ausbildungsworkshops.

In der Stellungnahme von Hr. Grewe wird behauptet, dass es sich bei dem Schäferhund um einen gegen Menschen hochgradig aggressiven Hund handeln soll, welcher aufgrund seines Verhaltens vor der Euthanasie stand. Das gezeigte Training hat die Besitzerin nach Angaben von Herrn Grewe und Herrn Fass nach 24 Stunden in die Lage versetzt, den Hund gefahrloser zu managen. Dies geht jedoch aus der gezeigten Sequenz nicht eindeutig hervor und ist sicher weder mit dieser noch mit ergänzenden Filmaufnahmen zu beweisen. Somit ist es hinfällig, seitens Hr. Grewe zu behaupten, dass die gezeigte "Methode" die einzig anwendbare war, um den Hund vor der Euthanasie zu bewahren.

Unabhängig von der Vorgeschichte und vom beschriebenen Resultat ist in dieser kurzen Sequenz ein aus ethischer und tierschutzrechtlicher Sicht inakzeptabler Einsatz von Gewalt im Hundetraining zu beobachten, welches sich weder aus verhaltensbiologischer noch lerntheoretischer noch tierschutzrechtlicher Sicht rechtfertigen lässt. Weiterhin werden auszubildende Hundetrainer dazu angeleitet, diese "Methode" anzuwenden, was so aus oben genannten Gesichtspunkten keinesfalls akzeptiert werden kann.

Wir haben mit Schreiben gleichen Datums den Berufsverband zertifizierter Hundetrainer e.V. (bei dem Hr. Grewe Mitglied ist) sowie die Tierärztekammer Schleswig-Holstein (deren Prüfungskommission mit der Zertifizierung von Hundetrainern betraut ist), gebeten, diese Vorgänge zu prüfen, eventuell weiteres Videomaterial zu sichten, für eine umfassende Klärung der o.g. Vorkommnisse zu sorgen und eine Stellungnahme in dieser Angelegenheit abzugeben. Die Stellungnahmen des Hr. Grewe und des Hr. Fass sind für den IBH e.V. in der Form der Erklärung "Gewalt vor Euthanasie als letzte Möglichkeit" aus fachlicher Sicht schlicht inakzeptabel.

Wir bedauern es sehr, dass sich durch das o.g. Video im Internet eine Art Hexenjagd entwickelt hat, von der unser Verband sich auf diesem Wege ausdrücklich distanziert. Gleichwohl behalten wir uns vor, gegen die betroffenen Personen Strafanzeige zu erstatten.

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