Montag, 16. Juli 2018


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Tibet: Chinesische Behörden verbieten religiöses Fest in Larung Gar

Polizei errichtet neue Kontrollpunkte vor buddhistischem Studienzentrum

Berlin, (lifePR) - Die chinesischen Behörden haben im bedeutenden buddhistischen Studienzentrum Larung Gar ein wichtiges religiöses Fest verboten.Das „Dechen Shedrub“-Fest hätte eigentlich am 6. November beginnen sollen. Bis vor Kurzem waren die Organisatoren davon ausgegangen, dass es in diesem Jahr wieder stattfinden könne, nachdem es schon im vergangenen Jahr verboten worden war. Die Vorbereitungen waren bereits weit fortgeschritten, zu dem acht Tage dauernden Fest hatte man zahlreiche Besucher erwartet, wie tibetische Quellen der International Campaign for Tibet (ICT) mitteilten. Für deren Unterbringung seien bereits Zelte aufgestellt worden. Stattdessen hätten die Behörden Mönche und Nonnen aufgefordert, „Dechen Shedrub“ still in ihren Unterkünften zu feiern.

Larung Gar, im Osten Tibets gelegen, gilt als eines der größten buddhistischen Zentren der Welt. Im Juli des vergangenen Jahres hatten die chinesischen Behörden damit begonnen, tausende Unterkünfte zu zerstören und tausende Nonnen und Mönche zu vertreiben. Mittlerweile ist das Studienzentrum der direkten Kontrolle kommunistischer Kader unterstellt worden. Die chinesischen Behörden haben in den letzten Monaten damit begonnen, an der Stelle der abgerissenen Unterkünfte eine touristische Infrastruktur aufzubauen. Offenbar soll damit die Verwandlung Larung Gars von einem Ort religiöser Studien in eine Touristenattraktion betrieben werden. An den Zugängen zu Larung Gar seien zwei neue Polizeigebäude errichtet worden. Dort müssten sich alle Besucher ausweisen und befragen lassen. Ein weiterer Kontrollpunkt der Polizei sei an der Zufahrt zu dem Studienzentrum eingerichtet worden. Unter anderem dürfte dies dazu dienen, die Rückkehr vertriebener ehemaliger Bewohner Larung Gars zu verhindern.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserem Bericht „Major religious festival cancelled and new police checkpoints at Larung Gar“.

International Campaign for Tibet Deutschland e.V.

Die International Campaign for Tibet (ICT) setzt sich als weltweit größte Tibet-Organisation seit mehr als 20 Jahren für die Wahrung der Menschenrechte und das Selbstbestimmungsrecht des tibetischen Volkes ein. ICT unterhält Büros in Washington, D.C., Amsterdam, Brüssel und Berlin sowie ein Rechercheteam in Dharamsala, Indien.

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