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Pressemitteilung BoxID: 200109 (Institut für Zeitgeschichte)
  • Institut für Zeitgeschichte
  • Leonrodstraße 46 b
  • 80636 München
  • http://www.ifz-muenchen.de/
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Zeitgeschichte nach 1945

Stand der Forschung aus westeuropäischer Sicht am 24. November 2010 im Europasaal des Auswärtigen Amts in Berlin

(lifePR) (München, ) Der 9. November 1989 hat im Jahr seines zwanzigsten Jubiläums ein unerwartetes Interesse im In- und Ausland hervorgerufen. Im Zentrum einer politisch enorm aufgeladenen Beschäftigung mit der DDR stand und steht der Konflikt zwischen Aufarbeitung der DDR als totalitärem Unrechtsstaat einerseits und der persönlichen Erfahrung der Normalität des DDR-Alltags durch eine Mehrheit der ostdeutschen Bevölkerung andererseits. Gleichzeitig wird häufi g das Ungleichgewicht zur Erforschung der Bundesrepublik bedauert, deren Geschichte besonders im Ausland auf wenig Interesse stößt.

Welche Fragen sind zu stellen und welche neuen Akzente zu setzen, um die aktuelle Forschung voranzubringen? Weder die Frage nach einer gesamtdeutschen Nachkriegsgeschichte ist abschließend beantwortet, noch sind bestimmte Gebiete der neuesten deutschen Zeitgeschichte bereits erschöpfend erforscht - eine Behauptung, die kürzlich hinsichtlich des Vereinigungsprozesses aufgestellt wurde und entsprechende Diskussionen auslöste. Natürlich richten sich diese Fragen in erster Linie an die deutsche Zeitgeschichtsforschung. Dessen ungeachtet erscheint es aber reizvoll, sie auch nicht-deutschen, insbesondere europäischen Zeithistorikern zu stellen.

Die in der Stiftung DGIA organisierten Deutschen Historischen Institute im Ausland haben die Aufgabe der Vermittlung zwischen den nationalen Wissenschaftstraditionen und -kulturen. Die Institute in Paris, London und Rom haben deshalb mit Unterstützung des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam Historikerinnen und Historiker aus Dänemark, Frankreich, Italien, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz zu einer Standortbestimmung nach Berlin eingeladen.

Aus den Reihen des IfZ wird unser Direktor Horst Möller den Eröffnungsvortrag zum Thema "Was ist und zu welchem Ende studiert man Zeitgeschichte?" halten, der Leiter unserer Berliner Abteilung Hermann Wentker moderiert die Sektion Bernhard Gotto about:blank 1 von 2 11.11.2010 16:38

"Europäischer Kontext der deutschen Nachkriegsgeschichte". Das vollständige Programm entnehmen Sie bitte dem Anhang. Es enthält auch eine Anfahrtskizze und dient als Eintrittskarte.

Bitte melden Sie sich bis zum 18. November unter zeitgeschichte@stiftung-dgia.de an, bei Rückfragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bite an cwenkel@dhi-paris.fr.