Dienstag, 21. Februar 2017


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IWH-Bauumfrage im zweiten Quartal 2015: Große Zuversicht in Hochbau und Ausbau

(lifePR) (Halle (Saale), ) Das Geschäftsklima im ostdeutschen Baugewerbe ist laut Umfrage des IWH im Frühjahrsquartal alles in allem freundlich. Die Unternehmen beurteilen ihre Ge-schäftslage zwar etwas weniger günstig als zuvor, was nach dem witterungs-bedingt kräftigen Schwung zu Beginn des Jahres zu erwarten war. Hinsichtlich der Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr nahm der Optimismus aber weiter zu (vgl. Abbildung 1). Die saldierten Urteile der Unternehmen stiegen hier um vier Punkte (vgl. Tabelle).

Die Auftrags- und Liquiditätslage verbesserte sich. Den Firmenmeldungen zufolge gab es zudem Preiserhöhungsspielräume, die die Ertragserwartungen der Bauunternehmen anziehen ließen. Ausgeprägt bleiben aber die Divergenzen in den Stimmungslagen zwischen dem zuversichtlichen Hoch- und Ausbau auf der einen und dem etwas zurückhaltenden Tiefbau auf der anderen Seite.

Sowohl im Hochbau als auch im Ausbau folgte den witterungsbedingt überzeichneten Produktionsaktivitäten zu Jahresbeginn eine frühsommerliche Atempause. Zugleich hellte sich der Erwartungshorizont weiter auf, im Hochbau um sechs, im Ausbau um neun Saldenpunkte. Bei guter Auftragslage konnten von beiden Sparten höhere Preise realisiert werden. Besonders günstig stellt sich die Liquiditäts- und Ertragslage im Hochbau dar (vgl. Abbildung 2). Impulse kommen laut amtlicher Statistik sowohl vom Wohnungsbau als auch vom gewerblichen und vom öffentlichen Hochbau. Die Investitionsbereitschaft hat sich hier auf breiter Front verbessert.

Spiegelbildlich hierzu präsentiert sich die Stimmungslage im Tiefbau. Die aktuellen Baugeschäfte werden nach dem Einbruch zu Jahresbeginn nun wieder etwas besser bewertet. Hinsichtlich des Fortbestands dieser Entwicklung bleiben die Tiefbauunternehmen aber eher skeptisch. Zwar hat sich nach den Auftragsrückgängen im ersten Quartal die Auftragslage wieder etwas gebessert. Im Vergleich der Sparten verbleiben die Saldenurteile hier aber am unteren Rand; außerdem heben sich die zu erwartenden Preise und Erträge besonders negativ ab. Hinter diesen Erwartungen steht wohl auch, dass die von der Bundesregierung ausgelöste Investitionsinitiative laut festgelegter Förderbereiche eher dem Hochbau zugute kommen wird.

IWH-Expertenliste:

Die IWH-Expertenliste bietet eine Übersicht der IWH-Forschungsthemen und der auf diesen Gebieten forschenden Wissenschaftler/innen. Die jeweiligen Experten für die dort aufgelisteten Themengebiete erreichen Sie für Anfragen wie gewohnt über die Pressestelle des IWH.

Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Die Aufgaben des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) sind die wirtschaftswissenschaftliche Forschung und wirtschaftspolitische Beratung auf wissenschaftlicher Basis. Das IWH betreibt evidenzbasierte Forschung durch eine enge Verknüpfung theoretischer und empirischer Methoden. Dabei stehen wirtschaftliche Aufholprozesse und die Rolle des Finanzsystems bei der (Re-)Allokation der Produktionsfaktoren sowie für die Förderung von Produktivität und Innovationen im Mittelpunkt. Das Institut ist unter anderem Mitglied der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose, die halbjährlich Gutachten zur Lage der Wirtschaft in der Welt und in Deutschland für die Bundesregierung erstellt.

Das IWH ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbstständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Weitere Informationen unter www.leibniz-gemeinschaft.de

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