Donnerstag, 23. November 2017


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innogy präsentiert Alternative zum Öl

"Grünes" Methanol als klimafreundlicher Treibstoff für Schiffe, Flugzeuge und Schwertransporte / Ausflugsschiff MS innogy als erstes Klima-Projekt erfolgreich gestartet

Essen, (lifePR) - Die Energiewende nimmt Fahrt auf – jetzt auch auf dem Wasser. In Anwesenheit von Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE, und Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, wurde heute in einer feierlichen Zeremonie am Essener Baldeneysee die MS innogy getauft und in den regulären Fahrgastbetrieb übergeben. Das Ausflugsschiff ist das erste Schiff in Deutschland, das mit einer umweltfreundlichen Methanol-Brennstoffzelle angetrieben wird. Die nötige Energie für den gesamten Betrieb stammt ausschließlich aus regenerativen Quellen. Belastung für das Klima: Null. Mit dem weltweit einzigartigen Projekt stellt innogy im Rahmen der „Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017“ erstmals die gesamte Wertschöpfungskette dar: von der Produktion des klimaneutralen Treibstoffs mithilfe erneuerbarer Energien bis zur Anwendung in einer Brennstoffzelle in einem Schiff.

Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der innogy SE: „Mit der MS innogy machen wir die Energiewende für die Menschen vor Ort erlebbar. Wir holen die Hightech-Forschung aus dem Labor und zeigen ganz praktisch, wie die saubere Energiezukunft ohne Öl aussehen kann: leise, saubere Antriebe, die das Klima schonen. Die neue MS innogy ist Energiewende zum Anfassen. Sie ist aber auch der Beweis, dass wir als innogy die richtige Strategie haben, um möglichst schnell eine Alternative zum Öl zu finden: indem wir mit erneuerbaren Energien grüne Treibstoffe wie Methanol produzieren und damit klimafreundlich Schiffe, Flugzeuge und Schwertransporte antreiben.“

Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen: „Es kommt sicher nicht alle Tage vor, dass wir ein neues Fahrgastschiff auf unserem Baldeneysee taufen können. Schon allein das ist ein ganz besonderer Moment. Wenn dieses Schiff außerdem noch mit einer europaweit einzigartigen Technologie angetrieben wird, dann können wir von einem historischen Moment für unsere Stadt sprechen. Dass das neue Schiff der Weißen Flotte Baldeney GmbH im Grüne Hauptstadt-Jahr zum Einsatz kommt, freut mich aus mehreren Gründen: Jährlich nutzen rund 100.000 Gäste das Angebot der Weißen Flotte. Die Schiffe der Weiße Flotte sind damit ein touristischer Anziehungspunkt unserer Stadt, der jetzt noch attraktiver wird. Denn die künftige „MS innogy“ ist das erste Fahrgastschiff Deutschlands, das mit einer hochmodernen Methanol-Brennstoffzelle als Antriebssystem fährt. Und, das Schiff ist Teil des Pilotprojekts „greenfuel“. Mit diesem innovativen Projekt betritt das Essener Unternehmen innogy SE europaweit Neuland: Aus Wasser, CO2 aus der Luft und grünem Strom entsteht ein klimaneutraler Energieträger. Das sind beste Voraussetzungen für eine Erfolgsgeschichte.“

Das Fahrgastschiff MS innogy wird mit Hilfe einer Methanol-Brennstoffzelle angetrieben. Energieträger ist Methanol, ein flüssiger Alkohol mit sehr hoher Energiedichte. Erzeugt wird dieser direkt am Baldeneysee im innogy Wasserkraftwerk am Stauwehr. In einer zwei mal zwei Meter großen Anlage wird Kohlendioxid aus der Umgebungsluft gefiltert und mit Hilfe von Strom und Wasser zu Methanol umgesetzt. Eine Brennstoffzelle nutzt das Methanol wiederum zur Stromerzeugung auf dem Schiff und speist einen batteriegepufferten Elektromotor. Der Clou: Das ganze Verfahren ist CO2-neutral, belastet also nicht das Klima. Im Betrieb setzt der Schiffsmotor nur so viel CO2 frei, wie zuvor für die Herstellung des Methanols aus der Luft gefiltert worden ist.

Saubere Treibstoffe, die sogenannten greenfuels (fuel = Treibstoff), sind ein wesentlicher Beitrag, um die Verkehrswende zu beschleunigen: weg von klimaschädlichen Treibstoffen wie Benzin und Diesel, hin zu umweltfreundlichen Alternativen wie „grünem“ Methanol oder reinen Elektromobilen. innogy treibt den Ausbau eines klimafreundlichen Verkehrssystems konsequent voran: Schon heute ist das Essener Energieunternehmen einer der führenden Lösungsanbieter für die Elektromobilität in Deutschland und Europa. PKW lassen sich schon heute problemlos rein elektrisch fahren. In vielen Bereichen der Logistik, etwa bei Schiffen, LKW und Flugzeugen kann es jedoch noch relativ lange dauern, bis sich auch diese rein elektrisch betreiben lassen. Hier kann die von innogy präsentierte greenfuel-Lösung schon heute eine Übergangslösung sein, um den Ausstoß von klimaschädlichen Emissionen im Verkehrssektor rasch und effizient zu senken.

innogy SE

Die innogy SE ist das führende deutsche Energieunternehmen mit einem Umsatz von rund 44 Milliarden Euro (2016), mehr als 40.000 Mitarbeitern und Aktivitäten in 16 europäischen Ländern. Mit ihren drei Geschäftsfeldern Netz & Infrastruktur, Vertrieb und Erneuerbare Energien adressiert die innogy SE die Anforderungen einer modernen dekarbonisierten, dezentralen und digitalen Energiewelt. Im Zentrum der Aktivitäten von innogy stehen unsere 23 Millionen Kunden. Diesen wollen wir innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen anbieten, mit denen sie Energie effizienter nutzen und ihre Lebensqualität steigern können. Die wichtigsten Märkte sind Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Belgien sowie einige Länder in Mittelost- und Südosteuropa, insbesondere Tschechien, Ungarn und Polen. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist innogy mit einer Kapazität von insgesamt 3,7 Gigawatt auch außerhalb dieser Regionen aktiv, z. B. in Spanien, Italien und der MENA-Region (Middle East, North Africa). Als Innovationsführer bei Zukunftsthemen wie eMobility sind wir an den internationalen Hotspots der Technologiebranche wie im Silicon Valley, in Tel Aviv, London oder Berlin vertreten. Wir verbinden das breite Know-how unserer Energietechniker und Ingenieure mit digitalen Technologiepartnern - vom Start-up bis zum Großkonzern. Mit geplanten Investitionen von 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro im Zeitraum von 2017 bis 2019 bauen wir den Energiemarkt der Zukunft und treiben die Energiewende voran.

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