Samstag, 23. September 2017


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Explosion in einer Textilfabrik in Bangladesch mit Toten und Verletzten: INKOTA fordert umfassendere Inspektionen und schnelle Verbesserung bestehender Abkommen

Berlin, (lifePR) - In der Multifabs Ltd. Textilfabrik in Bangladesch explodierte am Dienstag ein Heizungskessel. Dabei wurden mindestens 10 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Die Explosion war so heftig, dass Teile der Fabrik einstürzten. Erste Nachforschungen der Clean Clothes Campaign ergaben, dass auch Aldi Nord, Aldi Süd, Metro AG und Takko Einkäufer bei Multifabs Ltd. sind. INKOTA und die Kampagne für Saubere Kleidung fordern, dringend die Sicherheitsinspektionen auszuweiten.

Vor einer Woche wurde der ACCORD on Fire and Building Safety über 2018 hinaus verlängert. INKOTA betrachtet die Verlängerung des Abkommens als sinnvoll, um strukturelle Verbesserungen in diesem Bereich voranzubringen. Nach der Katastrophe von Rana Plaza hatte INKOTA mit vielen Unterstützern öffentlich Druck erzeugt, damit es zu mehr Gebäudesicherheit im Textilsektor kommt. „Der erneute tragische Vorfall zeigt, dass die Anstrengungen seitens der Unternehmen, der Politik und von Initiativen wie dem ACCORD oder dem Bündnis für nachhaltige Textilien forciert werden müssen“, sagt Berndt Hinzmann von INKOTA. „Es geht nicht um Minimallösungen, sondern um einen strukturellen Wandel. Dieser neue Fall zeigt: Es bedarf umfassender Überprüfungen und finanzieller Mittel, um Verbesserungen umzusetzen“, so Hinzmann weiter.

Die explodierte Fabrik ist Gegenstand zweier Initiativen für mehr Gebäudesicherheit in Bangladesch: neben dem ACCORD auch der Alliance for Bangladesh Worker Safety. Die Prüfung von Heizungskesseln ist jedoch bisher nicht Teil der Sicherheitschecks. Bisher ist nur vorgesehen, dass der Heizungskesselraum feuersicher und vom Rest der Fabrik getrennt sein muss. Die Befürchtungen, dass eine Explosionsgefahr nicht rechtzeitig erkannt wird, ist nun Realität geworden. Die Explosion des defekten Heizungskessels bei Multifabs war so heftig, dass Wände einbrachen und sich das Feuer ungehindert ausbreitete.

Die Clean Clothes Campaign (CCC) spricht sich seit 2014 für umfassendere Inspektionen aus. Angesichts des aktuellen Unglücks müssten die beiden Abkommen dringend erweitert werden, so Hinzmann. Um Gefahren einzudämmen, müssten Sicherheitsrisiken umfassend erkannt und abgestellt werden. Dazu gehöre auch die Inspektion von Heizkesseln, Stromgeneratoren, Gasleitungen und Lastenaufzügen.

Berndt Hinzmann sagt: „Die Regierung von Bangladesch, Markenunternehmen des ACCORD und der Alliance sowie Fabrikeigentümer tragen Verantwortung für die Entschädigung der Opfer der Multifabs Ltd Explosion. Sie müssen sämtliche Behandlungskosten für die Betroffenen übernehmen. Auch das Bündnis für nachhaltige Textilien muss dringend Einfluss nehmen und die Zielsetzungen des ACCORDs unterstützen.” INKOTA fordert gemeinsam mit der CCC alle Unternehmen auf, die in Bangladesch produzieren, dem ACCORD beizutreten.

Weitere Informationen:


Die Kampagne für Saubere Kleidung auf der INKOTA-Website
Pressemitteilung der Kampagne für Saubere Kleidung zur Verlängerung des ACCORD
Empfehlung der Witness Signatories, Heizungskessel in Inspektionen des ACCORD aufzunehmen (April 2017)
Pressemitteilung als PDF (226 KB)

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