Dienstag, 24. Oktober 2017


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Landkreiswechsel für Plauer Unternehmer indiskutabel

IHK zu Schwerin sichert Unterstützung bei Diskussion um Kreisgebietsreform zu

Schwerin, (lifePR) - Die von der Landesregierung geplante Kreisgebietsreform mit ihren unterschiedlichen Versionen stößt bei der Unternehmerschaft in der Region Plau am See auf große Ablehnung. 'Zu sehr sehen sich die Unternehmen benachteiligt, wenn sie nach den vorliegenden Modellen aus der Region Westmecklenburg abgetrennt und künftig aus östlicheren Regionen wie Neubrandenburg oder Waren verwaltet werden', beschreibt Ulrich Unger, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin die Sorgen der regionalen Wirtschaft.

Auf einem Unternehmerforum der IHK hatten die Anwesenden signalisiert, sich von der Politik übergangen zu fühlen. Fehlende Informationen und vor allem fehlende Einbeziehung der Bevölkerung wurden dabei kritisiert. 'Die Industrie- und Handelskammer zu Schwerin wird sich dafür einsetzen, dass die Unternehmer der Region die Chance auf ein direktes Gespräch mit den zuständigen Ministerien bekommen', so Unger weiter.

Besonders deutlich haben sich die Unternehmer dafür ausgesprochen, dass eine detaillierte Kostenanalyse wichtig sei, bevor eine bis jetzt reine Gebietsreform ausgelöst wird. Derzeit sei nicht absehbar, in welchen Bereichen und vor allem in welcher Höhe durch die Reform Einsparungseffekte erzielt werden können. Genauso wenig wurden bisher durch das Land Optimierungspotenziale durch solche Reform aufgezeigt.

Nur bei Erreichen "echter Einsparungen", so die Unternehmer, kann eine Kreisgebietsreform zielführend sein. Deutlich wurde an das Verantwortungsbewusstsein der Politiker des Landes und der Landesregierung appelliert, zu Zeiten ohnehin knapper öffentlicher Kassen, Steuergelder nicht weiter zu verschwenden.

'Historisch gewachsene Strukturen des Handels und zwischen den Menschen der Region, können eben nicht einfach über Bord geworfen werden', betonte auch Siegbert Eisenach, zuständiger Geschäftsbereichsleiter Recht bei der IHK. 'Entsprechen die vom Innenministerium vorgeschlagenen Möglichkeiten der Verwaltungszusammenlegung nicht den Bedürfnissen und Vorstellungen der Unternehmer und der breiten Bevölkerungsschicht, dann muss die Diskussion erneut aufgemacht werden'.

Wie der Bürgermeister von Plau am See, Norbert Reier, sagte, müssen Stadt und Land mit dem Landkreis Parchim verwoben bleiben. 'Eine Politik von oben funktioniert nicht', so Reier.

Die Stadt Plau plant jetzt eine Bürgerbefragung zum Thema Kreisgebietsreform.

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