Dienstag, 26. September 2017


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Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) lässt im 2. Quartal 2008 um 0,5 % deutlich nach

Schwerin, (lifePR) - Die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist davon zwar nicht unbeeindruckt, sie ist aber nach Ansicht der Schweriner IHK robuster.

Wirtschaftsmotor dreht langsamer
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist das gesamtdeutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einer Steigerung um 1,3% im ersten Quartal 2008 in den Monaten April bis Juni um 0,5% auf 0,8 % geschrumpft. Wesentliche Ursachen für diese Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal waren die rückläufigen Konsumausgaben der privaten Haushalte und die geringeren Anlageinvestitionen in der Wirtschaft. Insbesondere die Bauinvestitionen waren deutlich niedriger als im ersten Vierteljahr.

Wie gut das 1. Halbjahr 2008 wirtschaftlich gelaufen ist, wird das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern Ende September 2008 bekannt geben. Einen etwas günstigeren Verlauf als den zur Zeit bundesweiten könnte nach Einschätzung der Schweriner IHK jedoch die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns nehmen, wenn auch nicht so positiv wie vor einem Jahr. 'Aus heutiger Sicht wird das BIP des 1. Halbjahres in Mecklenburg-Vorpommern schon noch deutlich im positiven Bereich liegen, die 4 % Wachstum des Vorjahres sind jedoch nicht mehr zu erreichen', so IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus-Michael Rothe. Denn seit dem Frühjahr flaut die konjunkturelle Dynamik auch in M-V ab. Doch die Industrieunternehmen als der konjunkturelle Schrittmacher können sich nach Auskunft der IHK noch gegen diese Entwicklung anstemmen. Ihre Auftragslage ist noch gut, denn von Januar bis Mai 2008 ist ihr Umsatz um 11,6% und ihre Beschäftigung um 4,2% gewachsen. Doch die Preise für Energie, Kraftstoffe sowie Vorprodukte steigen, drücken auf die Kosten und verteuern die Erzeugnisse. Dies schürt hinsichtlich einer positiven weiteren Entwicklung mehr und mehr die Vorbehalte in den Unternehmen.

Für die privaten Verbraucher ergibt sich ein ungünstigeres Bild. Der Preisindex steigt. Im Juli erreichte er 108,9% gegenüber dem Jahr 2005! Sparen ist angesagt und die Kunden konsumieren weniger. Damit müssen gleich mehrere Wirtschaftsbereiche wie insbesondere der Einzelhandel und viele Dienstleistungsbranchen, klar kommen. Mit dieser Tatsache müssen sich zahlreiche Unternehmen zwar bereits seit längerem auseinandersetzen. Nun aber hat sich die Situation nochmals weiter verschärft.

Auf den Arbeitsmarkt wirkt sich die nachlassende wirtschaftliche Dynamik nach Ansicht der Schweriner IHK noch nicht negativ aus. Denn die Beschäftigung ist bis zum Mai 2008 insgesamt weiter gewachsen und die Arbeitslosenquote im Juli 2008 günstiger als im Vorjahr.

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