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Pressemitteilung BoxID: 208012 (Industrie- und Handelskammer Trier)
  • Industrie- und Handelskammer Trier
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  • 54292 Trier
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  • Ansprechpartner
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Weinexport hat verlorenes Terrain zurückgewonnen

(lifePR) (Trier, ) Der Wert der ins Ausland gelieferten Mosel - Qualitätsweine hat mit rund 107 Millionen Euro wieder den Stand des Jahres 2008 erreicht. Wie die IHK Trier nach Auswertung der aktuellen Weinexportstatistik mitteilt, konnte die der Wirtschaftskrise und gestiegenen Preisen geschuldete Absatzdelle im Jahr 2009 wieder ausgeglichen werden. Der Moselwein hat sich mit 34 Millionen Liter Absatz in ausländischen Märkten im Vergleich zu den beiden großen rheinland-pfälzischen Anbaugebieten Pfalz (17 Millionen Liter) und Rheinhessen (40 Millionen Liter) wieder gut behauptet.

"Wir können diese positive Entwicklung auf der Basis eigener Auswertungen bestätigen", bewertet IHK-Geschäftsführer Albrecht Ehses die statistischen Zahlen. So habe sich der Weinexport der Unternehmen aus der Region Trier in die USA im Jahr2010 im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 23,5 Millionen Liter erhöht. Ebenso habe der Export nach China um knapp 20 Prozent zugelegt und erstmals die Literzahl von 2 Millionen überschritten.

"Von der Wertstellung wichtigster Markt für uns sind weiterhin die USA", erläutert Ehses. Für 101 Millionen Euro jährlich kaufen die Amerikaner vorwiegend Rieslingweine aus Deutschland. Von den insgesamt 311.000 Hektolitern seien allein über die Weinunternehmen und Weingüter im Bezirk der IHK Trier mehr als 70 Prozent dieser Weinmenge abgewickelt worden. Das Wachstum der Vorjahre sei dennoch deutlich gedämpft. "Sowohl die Währungsschwankungen als auch die höheren Rieslingpreise, haben in den USA die Weine verteuert", stellt Ehses fest. Der Markt reagiere und die Preisgrenzen für die höherwertigen Weine seien weitestgehend ausgereizt.

Weitere von der Menge her wichtige und preislich zugleich schwierige Abnehmer seien nach wie vor Großbritannien und die Niederlande. Hier habe es in den letzten Jahren Einbußen im zweistelligen Bereich gegeben und die niedrigen Durchschnittspreise ließen auf einen harten Wettbewerb schließen. Stabil hingegen zeigten sich die skandinavischen Länder, besonders Norwegen und Schweden. Positiv zu werten seien auch die Signale aus asiatischen Ländern wie Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong - zwar alles auf sehr überschaubarem Niveau, doch mit deutlichen Steigerungsraten.

"Schwer zu bewerten ist, wie sich das mengenmäßig unterdurchschnittliche Ernteergebnis in 2010 und die deutlich gestiegenen Trauben- und Fassweinpreise auf den Absatz auswirken", tut sich Ehses mit einer Prognose schwer. "Sicherlich werden die Absatzzahlen nicht in allen Märkten zu halten sein."