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Pressemitteilung BoxID: 617771 (Industrie- und Handelskammer Trier)
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Nach EEG-Umlage-Erhöhung: IHKs befürchten steigende Strompreise

(lifePR) (Trier, ) Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz zeigen sich besorgt über den deutlichen Anstieg der EEG-Umlage. Insbesondere stromintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, werden durch diese Zusatzbelastung in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gehemmt.

Nach zwei Jahren mit einer nahezu konstanten EEG-Umlage haben die Netzbetreiber die Umlage von 6,35 Cent/kWh auf einen Rekordwert von 6,88 Cent/kWh für 2017 angehoben. Mit steigenden Steuern und Abgaben wächst jedoch auch das Risiko für insgesamt höhere Strompreise. Dies könnte den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden, mahnt Dr. Tibor Müller, energiepolitischer Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Insbesondere die Industrie, Rechenzentren und bestimmte Handelsbranchen, wie zum Beispiel der Lebensmittelhandel, sind von der steigenden EEG-Umlage am stärksten betroffen. Der Strompreis besteht inzwischen zu mehr als der Hälfte aus staatlichen Abgaben. In einem solchen Umfeld könne sich ein funktionierender Wettbewerb nur noch schwer entwickeln, sagt Müller.

Um Unternehmen bei den Energiekosten kurzfristig zu entlasten, fordern die IHKs eine Senkung der Stromsteuer ein. Langfristig muss der energierechtliche Rahmen weiterentwickelt werden, um Wettbewerb und Effizienz in der Energieerzeugung wieder zu stärken.

Die Betreiber der Übertragungsnetze müssen immer bis zum 15. Oktober die Umlage nach dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien für das kommende Jahr ermitteln und veröffentlichen. Neben der EEG-Umlage steigen auch die Netzentgelte 2017 deutlich an.