IHKs fordern belastbare Kostenschätzung für Nationalpark

(lifePR) ( Trier, )
Anlässlich der heutigen Unterzeichnung des Staatsvertrags zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland zur Einrichtung des Nationalparks "Hunsrück-Hochwald" fordern die Industrie- und Handelskammern (IHK) Koblenz, Trier und Saarland erneut eine belastbare Abschätzung der Kosten und Folgen. "Die in den Gesetzesentwürfen genannten Belastungen von 1,75 Millionen Euro jährlich für Rheinland-Pfalz sind aus Sicht der regionalen Wirtschaft deutlich zu niedrig angesetzt", sagt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Fachleute gingen von deutlich höheren Kosten von drei bis sechs Millionen Euro aus, insbesondere in der Startphase, berichtet Rössel. Die IHKs fordern die Landesregierung deshalb dazu auf, die nötigen finanziellen Mittel genau zu prüfen. Die vom Wirtschaftsministerium beauftragte Tourismusstudie für die Region sei der erste, richtige Schritt dazu gewesen.

"Wir sehen im touristischen Bereich Chancen für eine positive Entwicklung durch den Nationalpark", sagt Rössel. "Dazu ist es notwendig, den Nationalpark als touristisches Alleinstellungsmerkmal zu positionieren und die hierfür nötigen finanziellen Mittel bereitzustellen."

Inwiefern die Region vom Nationalpark profitiert, hänge von der Entwicklung der touristischen Infrastruktur, zielgruppengerechter Angebote und einem überregional abgestimmten Marketing ab. "Entscheidend ist, dass der touristische Erfolg des Nationalparks auch politisch gewollt ist und die touristische Entwicklung konkrete Unterstützung erfährt", sagt Rössel.

Deshalb betonen die Kammern: "Es muss bei allen Planungen darauf geachtet werden, die bestehenden Betriebe nicht in ihrem Bestand zu gefährden und eine bedarfsgerechte Entwicklung der Infrastruktur zu gewährleisten." Rössel führt in diesem Zusammenhang insbesondere die Breitbandversorgung und Straßenbauprojekte wie die schnelle Verbindung zwischen Idar-Oberstein und dem Flughafen Hahn (Hunsrückspange) oder den Ausbau der B 41 in Form der Ortsumgehungen Martinstein und Hochstetten-Dhaun an.
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