Donnerstag, 23. Februar 2017


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Deutlicher Anstieg der Unternehmensinsolvenzen 2009

Betriebe brauchen langen Atem

(lifePR) (Siegen/Olpe, ) Im letzten Jahr ist die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) gegenüber dem Vorjahr um 21,8 Prozent gestiegen. Das teilt die IHK nach Auswertung der aktuellen amtlichen Zahlen mit. Insgesamt waren 151 Betriebe (Vorjahr 124) mit 797 Arbeitsplätzen betroffen (Vorjahr 366). Das ist der höchste Stand seit 2003. Damals mussten ebenfalls 151 Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Dabei standen aber 1.616 Arbeitsplätze - doppelt so viele wie 2009 - auf dem Spiel.

Besonders kräftig stieg die Insolvenzzahl im Verarbeitenden Gewerbe. Waren 2008 insgesamt zwölf Betriebe zahlungsunfähig, so mussten 2009 bereits 19 Unternehmen mit 311 Beschäftigten aufgeben (+ 58 Prozent). Im Baugewerbe gab es eine Steigerung von 17 auf 25 Betriebe mit 142 Arbeitsplätzen. Die meisten Insolvenzen gab es mit 34 Betrieben im Handel (Vorjahr 25). Hier waren 200 Arbeitsplätze gefährdet.

Besser lief es im Bereich der Logistikunternehmen (Verkehr/Lagerei). Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen von 14 auf sechs Betriebe. Die Logistikunternehmen haben den Wirtschaftseinbruch als erste gespürt und haben sich mittlerweile auf die veränderte Situation eingestellt, so die IHK.

Die Zunahme der Insolvenzen war im Kreis Olpe mit 32 Prozent wesentlich stärker als im Kreis Siegen-Wittgenstein (17 Prozent). Prägend war neben dem Handel insbesondere das Verarbeitende Gewerbe mit einer Steigerung um 74 Prozent. Vom niedrigen Vorjahresniveau (drei) stieg die Zahl der insolventen Industriebetriebe auf zwölf im Jahre 2009. Höhere Zuwächse als im Kreis Siegen-Wittgenstein gab es auch im Bau- und im Gastgewerbe.

Dass die Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Spuren auch in den Insolvenzzahlen hinterlassen würde, war nach Auffassung der IHK absehbar, insoweit kann auch noch keine Entwarnung gegeben werden. Viele Betriebe befinden sich aufgrund weiterhin schlechter Auftragslage noch auf einer Durststrecke, für die sie einen langen Atem brauchen.

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