Donnerstag, 23. Februar 2017


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Neue Wege zum Flughafen

IHK begrüßt Bemühungen um Bahnanbindung und Chancen für Schwaben

(lifePR) (Augsburg, ) Die IHK Schwaben hat die "Perspektive für eine mittel- bis langfristige Anbindung" an den Flughafen München durch das am Montag vorgelegte Flughafen-Gutachten des Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums begrüßt. Es ist gut, dass die Hängepartie nach dem ,Aus' für den Transrapid nun beendet ist und die Aussicht besteht, Deutschlands zweitgrößtes Luftverkehrs-Drehkreuz nun doch noch an den Bahn-Fernverkehr anzuschließen, so die Kammer.

Allerdings, auch das zeigen die Bemühungen der Gutachter, ist gerade die Anbindung aus dem Bezirk Schwaben aufgrund der gegebenen Schieneninfrastruktur durchaus aufwändig. So wird eine zufriedenstellende Lösung, etwa über den Ausbau einer zusätzlichen S-Bahn-Tunnelröhre vom Münchner Haupt- zum Ostbahnhof, leider erst mir großer zeitlicher Verzögerung zur Verfügung stehen, ebenso die "Pasinger Kurve", mit der die Züge aus Richtung Ulm-Augsburg direkt zum Flughafen (und dann weiter Richtung Salzburg) fahren könnten.

Die schwäbische Wirtschaft empfiehlt daher als Zwischenschritt, nochmals über eine kurzfristig zu realisierende Direktverbindung - einen sog. "Airport-Express" - ausgehend von Augsburg nachzudenken. Die IHK hatte einen entsprechenden Vorschlag unter Nutzung des Münchener Südrings im Rahmen einer Studie aus dem Rahmen 2006 dargelegt.

Bestärkt sieht sich die Kammer darin durch die Empfehlung der Gutachter, mindestens stündlich einen "überregionalen Flughafen-Express" ("Üfex") auf der Linie Ulm-Augsburg-München-Flughafen einzusetzen, der nur wenige Unterwegshalte haben soll und je nach Variante bis nach Mühldorf-Salzburg verlängert werden kann. Die Fahrzeit von Augsburg zum Flughafen München würde so von heute 85 auf ca. 60 Minuten sinken. Bereits nach dem von den Gutachtern empfohlenen ersten Ausbauschritt (einem zweiten Gleis zwischen Johanneskirchen und Daglfing auf dem Weg von München-Ost zum Flughafen) könnte ein "Airport-Express" als Vorläufer des "Üfex" schon in wenigen Jahren rollen.

In der von den Gutachtern empfohlenen Variante der Flughafenanbindung über den Ostbahnhof soll außerdem der "Fugger-Express" aus Augsburg (bzw. aus Nördlingen/Donauwörth und Ulm-Günzburg) durch die künftige zweite S-Bahn-Tunnelröhre zum Flughafen verlängert werden; auch eine stündliche "Üfex"-Verbindung ab Memmingen auf der für die Elektrifizierung vorgesehenen Strecke halten die Gutachter für möglich.

Eine direkte Express-Verbindung aus Schwaben, wenn auch zunächst als Provisorium, sei auch aus Sicht des Münchner Flughafens sowie der bayerischen Landesentwicklung wichtig, betont die IHK: "Wenn es in zehn Jahren eine neue ICE-Schnellstrecke von Ulm nach Stuttgart gibt, dann wird man von Augsburg aus in einer Stunde am Flughafen Stuttgart sein. Wenn in Richtung München nichts vorwärts geht, dann verliert der Flughafen dort aus bayerisch-schwäbischer Sicht gegenüber Stuttgart erheblich an Attraktivität für Kurz- und Mittelstrecken."

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